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Erste Genbank für Honigbienen

Ein Imker entnimmt Waben aus einem Bienenstock.
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Redaktion LAND & Forst, LAND & Forst
am
22.08.2019

Forschung Wissenschaftler legen eine Genbank für Honigbienen an. Sie soll die innerartliche Vielfalt für die Bienenzucht sichern und diese fit für den Klimawandel machen.

Deutschland wäre das erste Land mit einer derartigen Genreserve für Honigbienen. Geklärt werden muss dafür unter anderem, unter welchen Voraussetzungen sich eine solche Genbank aufbauen lässt. Neben technischen Fragen für das Einfrieren des genetischen Materials geht es darum, welche Populationen vorrangig erhalten werden sollen. Hierfür sammeln Experten des Länderinstituts für Bienenkunde Hohen Neuendorf (bei Berlin) sowie des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen Proben von über 300 Bienenvölkern im In- und nahegelegenen Ausland. Anschließend wird das Genmaterial für die Lagerung bei -196 °C in flüssigem Stickstoff aufbereitet.
„Die Sicherung des genetischen Materials kann dazu beitragen, die Gen­erosion der Honigbienen einzudämmen. Der Erhalt der genetischen Vielfalt ist eine Art Versicherung gegenüber den Folgen zukünftiger Veränderungen“, erklärt Professor Dr. Kaspar Bienefeld, Leiter des Länderinstituts für Bienenkunde Hohen Neuendorf. Fertig sein soll die Genbank Ende 2021. PM/red

Mit Material von IDW/BLE
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