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Ringelschwanzprämie

Fördervoraussetzungen beachten

Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium
am
21.12.2015

Seit Anfang Dezember stehen die ersten durch eine Tierwohlprämie zur Förderung beantragten Mastschweine und Legehennen in den Ställen. Zum ersten Mal überhaupt werden in Deutschland Prämien dafür ausgelobt, dass Schweinen nicht mehr die Ringelschwänze und Legehennen nicht mehr die Schnäbel gekürzt werden.

Damit diese Fördermaßnahme für Legehennenhalter und Schweinehalter auch erfolgreich, also ohne Sanktionen, zu Ende geführt werden kann, wird seitens des ML noch einmal darauf hingewiesen, alle Auflagen wie z.B. die „Führung förderspezifischer Aufzeichnungen“ und die „Begutachtung des Bestandes durch einen Tierarzt“ sehr ernst zu nehmen. Nach ersten Rückmeldungen scheint insbesondere den Schweinehaltern diese Dokumentationspflicht nicht immer bewusst zu sein.
Die Prämie von 16,50 € je Mastschwein wird nicht ausgezahlt, wenn die untenstehenden Fördervoraussetzungen nicht eingehalten werden!
Folgende Dokumentationspflichten für die Ringelschwanzprämie bestehen:

  • Der Bestand, für den eine Zuwendung beantragt wird, ist von einem Tierarzt hinsichtlich der Tiergesundheit zu begutachten. Dabei ist durch den Tierarzt eine Bescheinigung nach vorgegebenem Muster zu erstellen. Beim Rein-Raus-Verfahren ist eine Begutachtung je Mastzyklus durchzuführen und zwar jeweils im letzten Monat vor dem Ausstallen, spätestens aber bis zum 1. November kommenden Jahres. Bei kontinuierlicher Mast sind im Verpflichtungszeitraum mindestens drei Begutachtungen mit einem Abstand von jeweils mindestens drei Monaten durchzuführen.
  • Ein Tier, welches nicht mindestens einmal durch einen Tierarzt begutachtet wurde, kann nicht gefördert werden.
  • Durch den Antragsteller ist neben dem VVVO-Bestandsregister auch das mit dem Bescheid versandte Bestandsregister für die „Ringelschwanzprämie“ zu führen.
  • Der Vermarktungsbeleg vom Fleischer, Viehhändler oder Schlachthof muss vorliegen.
  • Bei Schlachtung auf dem Schlachthof muss die Schlachtabrechnung vorliegen, bei Schlachtung auf dem Betrieb die Bescheinigung der Fleischbeschau.
  • Die Bescheinigungen des Tierarztes, die Aufzeichnungen zum Bestand sowie die Verkaufsbelege und Schlachtbescheinigungen sind im Betrieb vorzuhalten und nach Ablauf des Verpflichtungszeitraumes der Bewilligungsstelle in Kopie vorzulegen (Termin: 31.12.2016).


Alle wichtigen Informationen können unter www.tierwohl.niedersachsen.de eingesehen werden. Unter diesem Link finden Sie auch einen fortlaufend aktualisierten Frage- und Antworten-Katalog, der die häufigsten Fragen berücksichtigt und die Möglichkeit, sich zu dem Newsletter für die Tierwohlmaßnahme anzumelden.

 

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