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Heizen mit Holz

Brennholz machen: Für die Arbeitssicherheit nur mit Schutz

Brennholz-Arbeitsschutz
Heidrun Mitze, LAND & Forst
am
07.12.2017

Sie nutzen Brennholz zum Heizen und arbeiten es sich selbst stapelweise auf? Dann sollten Sie folgende Tipps zum Arbeitsschutz beachten.

Stapelweise Brennholz machen ist für viele Menschen eine Leidenschaft, für manche – zum Beispiel nach einem Sturm – aber auch bittere Notwendigkeit. Die Arbeit ist allerdings niemals gefahrlos und der Arbeitsschutz sollte obenan stehen.

Doch in der Praxis sieht das häufig ganz anders aus. Beim Brennholzmachen zum Beispiel sind die Nutzer der Aufarbeitungsgeräte nicht immer mit den neuesten Standards ausgerüstet. Je nach Ausstattung steht da die Sicherheitsvorsorge manchmal weit hinten an.

Aus aktuellem Anlass – Käferbefall und Sturmschäden haben sehr viel Schadholz in den Wäldern verursacht – hat die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in einer Mitteilung auf die Gefahren bei der Aufarbeitung zu Brennholz hingewiesen.

Bei Säge-Spalt-Automaten steigen Arbeitssicherheit und Komfort

Bei größeren Brennholzmengen, wie sie aktuell durch Schadholz anfallen, rät die Sozialversicherung zum Einsatz von Säge-Spalt-Automaten:

  • Durch die Automatisierung steige nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern auch der Komfort.
  • Bei einem gemeinschaftlichen Kauf halten sich die Kosten in Grenzen halten.
  • Säge-Spalt-Automaten können aber möglicherweise auch bei örtlichen Forstbetriebsgemeinschaften, Forstgenossenschaften, Maschinenringen und Betriebshilfsdiensten gemietet werden.

Innovative Lösungen bei neuen Spaltgeräten

    In der Regel werden jedoch separate Spalter oder Sägen genutzt. Dann ist folgendes zu beachten:

    • Die Gerätebedienung darf nur durch eine Person erfolgen. Auch wenn die Leistungsfähigkeit mancher Ein-Mann-Spalter dazu verleite, mit mehreren Personen daran zu arbeiten, ist dies verboten. Gefährlich werde es beispielsweise, wenn der Spaltmechanismus ausgelöst werde, während eine zweite Person noch ein schief im Spalter liegendes Stammstück nachjustiert.
    • Unfälle passieren nach den Erfahrungen der Sozialversicherung aber selbst dann, wenn allein und vorschriftsmäßig gearbeitet wird. Häufig würden Menschen durch zurückschlagende Stammteile getroffen, besonders wenn diese krumm gewachsen sind oder Äste aufweisen.

    Wer sich ein neues Spaltgerät anschaffen möchte, kann in Sachen Sicherheit und Bedienerkomfort auf einen deutlichen Entwicklungsschub bei den Herstellern setzten. Denn die Konstrukteure reagieren mit innovativen Lösungen auf eine neue Euronorm, die verschärfte Sicherheitsbestimmungen beinhaltet.

    Zweihandbedienung auch bei Stehendspaltern Pflicht

    Die zur Pflicht gewordene Zweihandbedienung wird bei den neuen Stehendspaltern einiger Hersteller

    • z. B. durch Schutzbügel zur Holzablage und verlängerbare Haltekrallen ermöglicht.
    • Nur so können die Stammstücke von einer Person sicher in Position gehalten werden.
    • Ebenfalls mehr Sicherheit und zusätzlich Ergonomie bringen verbesserte Standplatten sowie Stammheber, die helfen, die schweren Holzstücke effektiv und rückenschonend in den Spaltbereich zu bringen.

    Rotierende Trommelsägen und schräg gestellte Wippsägen

      Bei den Sägen sorgen vor allem die neueren Entwicklungen der rotierenden Trommelsägen sowie schräg gestellten Wippsägen für mehr Sicherheit. In beiden Fällen kann der Bediener nicht mehr mit dem arbeitenden Sägeblatt in Berührung kommen, denn er schiebt die gespaltenen Meterstücke in eine schräg gestellte Lade. Durch die rutscht das Holz mit Hilfe der Schwerkraft selbsttätig zum Sägeblatt.

      Auch bei den einfachen Wippsägen geht der Trend zu mehr Sicherheit – in diesem Fall durch einen Deckel, den einige Hersteller über der Wippe installiert haben:

      • Dieser schützt den Nutzer vor Verletzungen, indem er dessen Hände vor einem Griff ins Sägeblatt bewahrt.
      • Eingebaute Niederhalter halten zudem das zu sägende Holz sicher in der Wippe und verhindern so das Hoch- und Herausschleudern von Holzstücken.

      Schutzausrüstung selbstverständlich

        Bei jeder Art von Brennholzaufarbeitung sollte das Tragen einer Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) selbstverständlich sein. Auch darauf macht die Sozialversicherung aufmerksam. Dazu gehören:

        • Gehörschutz,
        • Sicherheitsschuhe,
        • Schutzbrille und
        • Handschuhe.
        • Zudem muss die Arbeitskleidung eng anliegen, damit sie nicht von Maschinenteilen erfasst werden kann.
        Mit Material von SVLFG

        4 Brennholzsägen im Praxistest

        Inntal-Säge IW-E 710 von Unterreiner
        Inntalsäge von Unterreiner
        Tischverlängerung bei der Inntal-Säge
        Zusammengeklappte Säge
        Rotomat 4 L Vario von Kretzer
        Niederhalter des Rotomats
        Geschnittenes Holz rutscht aufs Förderband
        Förderband
        Mengenteiler der Brennholzsäge
        Brennholzsäge Solomat SIT-700 PE5
        Bedienzentrale des Solomats
        Förderband der Säge
        Schutz Zapfwelle
        Niederhalter Brennholzsäge
        AutoCut von Posch
        Taster der AutoCut
        Touchscreen-Terminal
        Niederhalter AutoCut Posch
        Förderband AutoCut Posch
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