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Forst

Forsttechnik: Sind Füllsysteme wirklich dicht?

von , am
18.08.2015

Motorkettensägen und Freischneider müssen mehrmals täglich betankt werden. In der Praxis haben sich Kanister mit Schnellfüllsystemen bewährt. Lesen Sie hier Ergebnisse eines Tests verschiedener Füllsysteme.

Bei Arbeiten mit hohen Lastlaufanteilen, z.B. Starkholzeinschlag, können Tagesverbräuche bis zu 6 l vorkommen. © Meyer Landpixel

Vorteil der Schnellfüllsysteme ist, dass sie dicht mit dem Tankrand abschließen und die Benzindämpfe in den Kanister zurückführen. Ob diese aber auch den Kanister zuverlässig abdichten, sodass beim Transport im Auto keine gesundheitsgefährden Benzindämpfe entweichen, wurde vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) untersucht.

Die Anzahl der täglichen Betankungen ist abhängig von der Maschinenlaufzeit, der Tankgröße und der abgeforderten Motorleistung. Bei Arbeiten mit hohen Lastlaufanteilen, z.B. Starkholzeinschlag, können Tagesverbräuche bis zu 6 l vorkommen, wofür bis zu zehn Betankungen erforderlich sind. Spezielle Sicherheits-Füllsysteme ermöglichen weitgehend verlustfreies Betanken und reduzieren dabei die Belastung durch Kraftstoffdämpfe im Atembereich.

Besondere Regeln für den Transport

Die Sicherheitsfüllsysteme werden aber bei der vorgeschriebenen Bauartzulassung der Kanister nicht mitgeprüft und dürfen daher bei Fahrten auf öffentlichen Straßen nicht auf dem Kanister verbleiben. Der Transport von gefährlichen Gütern in flüssiger Form ist nur in gekennzeichneten Verpackungen mit UN-Zulassungsnummer erlaubt. Der Zulassungscode enthält u.a. wichtige Informationen zur Verpackungsart, dem zulässigen Gefährlichkeitsgrad des Gefahrgutes und dem Prüfdruck.

In der Praxis (z.B. während Umsetzfahrten auf Forstwirtschaftswegen) verbleiben allerdings die Sicherheits-Füllsysteme häufig auf den Kanistern. Im Fokus der Untersuchung standen daher die Belastungen, die in der Forstpraxis auftreten können: Sind die Kanister mit Sicherheits-Einfüllstutzen gas- und flüssigkeitsdicht?
 
Untersucht wurden drei Kombikanister (Kraftstoff/Kettenöl) und zwei Einwegkanister zum Aufstecken auf Tragevorrichtungen. Die Messungen zeigten, dass bei einer Außentemperatur von 30° C Höchsttemperaturen von bis zu 70° C in Pkw-Innenräumen auftreten können. Im Kofferraum ist das Temperaturniveau niedriger.
 

Mehr zu den Testergebnissen lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 34/2015 auf Seite 52 und 53. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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