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Forst

Halbiertes Angebot - gehobene Preise

von , am
22.01.2013

Bei der 22. Northeimer Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Anfang Januar war das Angebot rar und das Käuferinteresse besonders an Eichen- und Eschenholz groß. Das schlug sich vor allem im Preis nieder.

Der als Rarität angebotene Tulpenbaum stammt aus Nordamerika, wird häufig in Parkanlagen und Gärten gepflanzt und weist eine sehr schöne Herbstfärbung auf, die in Nordamerika als "indian summer" bekannt ist. © Dr. Beitzen-Heineke

Die wertvollen Eichen- und Buntlaubholzstämme (z.B. Esche, Bergahorn, Kirsche) hatten die südniedersächsischen Privatwaldbesitzer und die Landesforsten bereits im Herbst gefällt und auf die zentralen Lagerplätze in Vogelbeck, Suterode und Liebenburg gebracht.

Angebot unter Verschluss

Kurz vor Weihnachten erhielten etwa 150 deutsche und europäische Holzkäufer die Kataloge mit den Angaben über Qualität und Maße der Wertholzstämme. Viele Kaufinteressenten begutachteten das Holz daraufhin direkt vor Ort und gaben ihre Gebote schriftlich ab. Am 9. Januar folgte die Gebotseröffnung. Dabei arbeiteten das LWK-Forstamt Südniedersachsen und die Landesforsten Hand in Hand.

Mit 1.753 Festmeter (Fm) war das Holzangebot nur knapp halb so hoch wie im Vorjahr. Dominierende Holzart war mit 1.080 Fm die Eiche gefolgt von der Esche mit 532 Fm. Durchschnittlich wurden sieben Gebote pro Los (= Verkaufseinheit; Vorjahr: 5,9) abgegeben. Bei den 13 nicht bebotenen Losen mit insgesamt 43 Fm handelte es sich vor allem um Ahorn. Während der Gesamtumsatz um mehr als 400.000 ? auf 649.192 ? sank, konnte der durchschnittliche Erlös pro Fm um gut 80 ? auf 380 ? gesteigert werden.
Beim Eichenwertholz stieg der Preis für die 1.080 angebotenen Festmeter im Vergleich zum Vorjahr um 11% auf 470 ? je Fm. Die teuerste Eiche brachte 1.598 ? je Fm (Vorjahr 1.358 ? je Fm).

Die Nachfrage nach Esche war zu Beginn der Laubholzsaison verhaltener als im Vorjahr. Daher war das Angebot auf der Submission auf etwa ein Drittel der Vorjahresmenge reduziert worden. Der Eschenpreis ist bei vergleichbarer Qualität gestiegen. Die teuerste Esche erbrachte 286 ?/Fm (Vorjahr 561 ?/Fm) auf dem Holzlagerplatz in Suterode. Kirsche und Bergahorn waren wie in den Vorjahren nicht gefragt. Da dies im Vorfeld schon absehbar war, wurden nur sehr wenige Stämme angeboten.

Rarität als Versuch

Erfreulich war das Ergebnis eines Elsbeerenstammes, der einen Preis von 918 ? je Festmeter erzielte. Ein Los Linde mit 34 Fm erbrachte auf dem Lagerplatz in Vogelbeck erfreuliche 108 ? je Festmeter. Eine Rarität stellte in diesem Jahr das Tulpenbaum-Angebot dar. Auf dem Lagerplatz in Liebenburg wurden knapp drei Fm aus einer Versuchsfläche bei Wolfenbüttel zu einem Preis von 268 ? pro Fm verkauft.

Sehr gefragt waren auch die auf dem Lagerplatz in Vogelbeck angebotenen Lärchenstämme, auf die durchschnittlich 268 ? je Fm und in der Spitze sogar 392 ? je Fm geboten wurden.
 
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