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Forst

Hand in Hand für den Ernstfall

von , am
28.05.2013

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg besitzt vier Waldbrandgefahrenbezirke. Sogenannte Waldbrandbeauftragte erledigen dort ihre Arbeit. Bezirksförster Georg-Wilhelm Dening ist einer von ihnen.

Waldbrandbekämpfung führt zum Erfolg, wenn die Experten gut zusammenarbeiten: Waldbrandbeauftragter Dening und die Feuerwehr machen den Weg frei für die Einsatzfahrzeuge. © privat

Ab dem Erreichen der Waldbrandstufe 3 sind freiwillige Feuerwehren und Waldbrandbeauftragte des Landkreises Lüchow-Dannenberg in Alarmstellung. Doch dank ihrer guten Zusammenarbeit entstanden in den vergangenen Jahren bei den vielen kleinen Waldbränden kaum nennenswerte Schäden.

Für die Aufgabe des Waldbrandbeauftragten werden nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsverordnung (NWaldLG, § 18) fachkundige Personen, in der Regel also forstliche Fachkräfte, ausgewählt. Die Tätigkeit wird ehrenamtlich wahrgenommen und darf nur mit Zustimmung des Dienstherren ausgeübt werden.

Schneller Informationsfluss

Kleine Feuer im Wald entstehen zum größten Teil durch Brandstiftung oder Fahrlässigkeit. Die Feuerwehreinsatzleitstelle im Kreishaus wird nach ihrem Ausbrechen in der Regel sehr schnell per Mobiltelefon, Funk und Sirene informiert und die freiwilligen Feuerwehren können mit effektivem Einsatz diese Brände dann meist in kurzer Zeit löschen.

Parallel zu den freiwilligen Feuerwehren informiert die Leitstelle in der Regel den Kreiswaldbrandbeauftragten per Mobiltelefon. Dieser entscheidet, ob die Anwesenheit eines Waldbrandbeauftragten nötig ist und gibt die Alarmierung an den entsprechenden Gefahrenbezirksleiter weiter.

Der Waldbrandbeauftragte, zu erkennen an einer blauen Warnweste mit Aufschrift, unterstützt im Einsatzfall den/die Einsatzleiter/in der Feuerwehr mit seinen Ortskenntnissen. Er gibt zum Beispiel Hinweise auf besondere Gefahrenbereiche im Wald (Dickungen), zur Wegebeschaffenheit oder zu den Möglichkeiten der Löschwasser-entnahme.

Immer auf dem neuesten Stand

Bei Bodenfeuern kann der Waldbrandbeauftragte den Einsatz eines Waldpfluges anordnen. Geländetaugliche Fahrzeuge mit großen Wassermengen sind für den Einsatz auf Waldwegen von Vorteil. Hier können regelmäßige gemeinsame Fahrübungen mit den Wehren vor negativen Überraschungen im Ernstfall schützen.

In regelmäßigen Abständen nehmen Waldbrandbeauftragte an Schulungen durch den Landkreis oder in der Celler Feuerwehrschule teil. Diese sind notwendig; eine Teilnahme kann von der Waldbehörde sogar angeordnet werden.

Zwischen den Waldbrandbeauftragten unserer Region und den Feuerwehren besteht ein freundschaftlicher Kontakt, der sich positiv auf die Zusammenarbeit auswirkt.
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