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Forst

Ein Herz für die Linde

von , am
13.01.2015

Linden, früher als heiliger Baum oder Dorflinde angesehen, heute als Alleebaum und auch im Wald eingesetzt. Details schildert Försterin Dominique Rudolph in ihrem Beitrag.

Linden sind beliebte Alleebäume, doch sie eignen sich auch hervorragend für die Waldrandgestaltung. © Rudolph

Die bei uns heimischen Sommer (Tilia platyphyllos)- und Winterlinden (Tilia cordata) gehören zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Das macht sie sowohl zu Verwandten des Hibiskus als auch des Afrikanischen Affenbrotbaums. Unsere heimischen Linden sind häufig als Park- oder Alleebäume anzutreffen. Dann tritt ihre sonst recht unscheinbare Blüte vor allem dadurch in Erscheinung, dass darunter parkende Autos mit einem klebrigen Nektarfilm bedeckt werden. Zudem können Linden aber auch im Wald und am Waldrand eine Rolle spielen: für die Ökologie und als Holzlieferant.

Historisch bedeutsam

Die Linde hatte bereits in der Nibelungensage eine wichtige Bedeutung. Eines ihrer herzförmigen Blätter haftet dem jungen Held Siegfried bei seinem Bad im Drachenblut zwischen den Schulterblättern und hinterlässt so die einzige Stelle, an der er verwundbar ist. Doch nicht nur in Sagen findet die Linde Erwähnung. Im Mittelalter wurde unter einer Dorflinde Recht gesprochen. Und noch heute bereitet man aus ihren Blüten Heiltees. Wegen ihres hohen Pollen- und Nektargehaltes sind Lindenblüten zudem bei Imkern beliebt.
 
Wie die Linde in der Forstwirtschaft  eingesetzt werden kann, lesen Sie in der LAND & Forst, Ausgabe 03/2015, auf Seite 52.
 

 

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