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Niedersachsen fördert Wegebau für sturmgeschädigte Waldbesitzer

Waldweg-Starkregen
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Heidrun Mitze, LAND & Forst
am
01.08.2018

Bei den Rückearbeiten nach Sturm „Friederike“ haben die Forstwege schwer gelitten. Ihre Instandsetzung wird vom Land Niedersachsen gefördert. Hier Details.

Niedersachsen hat das Sturmtief "Friederike" Anfang des Jahres besonders stark getroffen. Bei den Rückearbeiten nach dem Sturm haben die Forstwege schwer gelitten. Für deren Instandsetzung können Sie als betroffener Privat- und Körperschaftswaldbesitzer eine Förderung beantragen.

Am 21.02.2018 hat Niedersachsen dazu eine spezielle Regelung der bestehenden Waldbaurichtlinie freigegeben: die Regelung Nummer 16.1.2 zur Grundinstandsetzung forstwirtschaftlicher Wege.

Das sollten Sie bei der Beantragung beachten

  • Die Antragsfrist läuft seit 1.4.2018 und noch bis zum 31.03.2019.
  • Doch Achtung: bis zum 31.10.2018 müssen die Vorhaben zur Instandsetzung durch die Regionalstelle der Bewilligungsbehörde besichtigt sein.
  • Mit dem Antrag müssen zwei aussagekräftige Fotos eingereicht werden. Ein Zweckmäßigkeitsnachweis ist nicht erforderlich.
  • Bereits durchgeführte, dringend erforderliche Sofortmaßnahmen sind zwar nicht förderschädlich, jedoch auch nicht zuwendungsfähig.

Zu den zuwendungsfähigen Ausgaben werden folgende Zuschüsse gewährt:

  • für Forstbetriebe bis einschließlich 1.000 ha Forstbetriebsfläche: 70 %,
  • bei Forstbetrieben mit mehr als 1.000 ha: bis zu 42 %.

Schäden an forstwirtschaftlichen Wegen, Nebenanlagen, Wegen

    Unter die Regelung 16.1.2 zur Grundinstandsetzung forstwirtschaftlicher Wege fallen:

    • Schäden an forstwirtschaftlichen Wegen, die unmittelbar durch den Orkan oder im Zusammenhang mit den Aufarbeitungs-, Rücke-, und Abfuhrmaßnahmen entstanden sind.
    • Schäden an Nebenanlagen wie Brücken, Durchlässe, Ausweichstellen und Anbindung von Wegen oder Rückegassen, zudem Maßnahmen des vorbeugenden Hochwasserschutzes, der Landschaftspflege und des Naturschutzes.
    • Erforderliche Anpassungen des Wegeaufbaus und der Nebeneinrichtungen an den jetzt üblichen Standard.
    • Wege, die vor dem Schaden Lkw-fähig waren.
    • Ein Schadensausmaß, das einen Mindestmaterialeinsatz von 0,3 bis 1,0 t je Laufmeter Weg erfordert.
    • Schäden, die eine Bagatellgrenze von 1.000 € überschreiten.

    Die Waldbaurichtlinie inklusive der Regelung Nr. 16.1.2 sowie alle Kontaktdaten der Regionalstellen Forstliche Förderung finden Sie hier.

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