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Forst

Niedersachsen: Sturm "Herwart" richtete in Wäldern Millionenschäden an

Herwart-Sturm-Unwetter-Sturmschaeden
Sturmschäden nach dem Sturm "Herwart" © Nieders. Landesforsten
von , am
15.11.2017

Schäden in Millionenhöhe hat der Herbststurm "Herwart" in Niedersachsens Wäldern hinterlassen. Die Niedersächsischen Landesforsten haben jetzt Bilanz gezogen.

Ein Herbststurm in Niedersachsens Wäldern und die Sturmschäden gehen in die Millionen: Die Landesforsten schätzen die Menge des vom Herbststurm "Herwart" geworfenen oder gebrochenen Holzes auf rund 160.000 Kubikmeter.

Betroffen seien vermutlich rund 300.000 Bäume, sagte ein Sprecher am Dienstag. Der Wert des Holzes betrage nach Schätzungen rund acht Millionen Euro. Die Landesforsten hofften aber, dass der Markt die Holzmassen zügig aufnehmen kann und der Schaden dadurch begrenzt bleibe.

Schwerpunkt der Sturmschäden im Harz

"Herwart" hatte am 29. Oktober fast überall in Niedersachsen Spuren hinterlassen. Der Schadensschwerpunkt liege in den Hochlagen des Harzes, sagte der Forstsprecher. Dort seien zum Teil ganze Waldgebiete betroffen.

Insgesamt fielen an einem Tag so viele Bäume um, wie sonst in drei Monaten gefällt werden. Auch im nordöstlichen Landesteil und in der Lüneburger Heide seien viele Bäume vom Sturm geworfen oder abgeknickt worden.

Aufräumen der Wälder dauert an

Im Harz werde die Aufarbeitung der Schäden ein Wettlauf gegen die Uhr. Dort sollten vor dem ersten Schnee eigentlich 200.000 neue Laubbäume gepflanzt werden. Alle Mitarbeiter und Maschinen würden nun aber gebraucht, um die Wälder aufzuräumen.

Die Hauptwege und die Loipen sollen möglichst bis Weihnachten freigeräumt sein. Die Arbeiten würden aber durch die Niederschläge der vergangenen Tage erschwert.

Mit Material von dpa

Maisschäden nach Sturm Sebastian

Maisfläche im Lager
Herbststurm Sebastian verursachte teilweise massive Schäden in Maisbeständen. © Sören Diersing-Espenhorst
Schäden im Mais
Einige Landwirte berichten, dass bis zu 50 Prozent ihrer Maisbestände ins Lager gegangen sind. © Sören Diersing-Espenhorst
Umgeknickte Maispflanze
Mit bis zu 120 km pro Stunde fegte Sturmtief Sebastian über Norddeutschland und knickte die Maispflanzen um. © Sören Diersing-Espenhorst
Maisernte nach Sturm
Die Maispflanzen werden sich nicht mehr aufrichten. Um einen Totalausfall zu vermeiden, werden sie sofort geerntet. © Sören Diersing-Espenhorst
Abgeknickte und abgeerntete Maispflanzen
Im nördlichen Landkreis Osnabrück berichten Landwirte - Rinderhalter und Biogasanlagenbetreiber -, dass ein erheblicher Teil ihrer Maisbestände ins Lager gegangen ist. Sie müssen umgehend geerntet werden. Dies gestaltet sich schwieriger, da anscheinend nicht alle Maisgebisse die abgeknickten Pflanzen ernten können. © Sören Diersing-Espenhorst
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