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Forst

Sonnenwärme treibt Borkenkäfer um

von , am
25.03.2015

Die Fichte ist einer der wichtigsten Holzlieferanten für Bauholz. Was ist zu tun, wenn Borkenkäfer einen Bestand bedrohen? Bezirksförster Dirk Prigge gibt wichtige Tipps.

Steigen die Temperaturen über 18 Grad Celsius, beginnen adulte Borkenkäfer mit der Suche nach geeigneten Brutstätten, wie diesem Windwurf. Kleines Foto: Fraßbild des Buchdruckers. © Prigge

Die beiden Borkenkäferarten Buchdrucker und Kupferstecher werden meist Mitte April aktiv, wenn am Tag 18 °C erreicht werden. Dann beginnen Männchen und Weibchen zu fliegen, um die erste Generation des Jahres zu begründen.

Aufgesucht werden dazu Fichtenbestandesränder mit südlicher Ausrichtung und damit langer Sonnenscheindauer. Auf der Suche nach geeignetem Brutraum werden stehende, liegende oder frisch abgebrochene Fichten und Fichtenwipfel bis Unterarmstärke angeflogen. Um diese erfolgreich zu besiedeln, muss der Fichtenbast noch weiß und frisch sein. Altes Holz mit braunem Bast und abfallender Rinde wird nicht besiedelt.
Ist eine geeignete Fichte gefunden, werden von den Käfern Pheromone (Geruchsstoffe) abgegeben, die den anderen Borkenkäfern den Weg zur geeigneten Brutstätte weisen. Der Buchdrucker besiedelt vorwiegend die dickborkige Rinde am Stamm, der Kupferstecher die dünnborkige Rinde im Kronenbereich.

Wie einem Befall durch den Borkenkäfer vorgebeugt werden kann, erfahren Sie in der LAND & Forst Nr. 13 auf Seite 58. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…
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