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Forstschädlinge

Mäuse-Check im Forst per Steckholzmethode

Apfelreiser gegen Wühlmäuse
Carl Hesebeck
am
11.09.2018

Die neue Kultur ist begründet, aber die jungen Bäume sehen wenig vital aus. Ob sich eine Mäuse-Bekämpfung lohnt, können Sie per Steckholzmethode feststellen.

Viele Forstschädlinge können jungen Waldbäumen zur Gefahr werden. Dazu zählen auch die sogenannten Kurzschwanzmäuse:

  • Feldmaus
  • Erdmaus
  • Rötelmaus und
  • Schermaus

stellen insbesondere auf stark vergrasten Flächen ein hohes Risiko dar. In Jahren mit besonders hohen Populationsdichten können sie eine Kultur ernsthaft schädigen und zu großen Verlusten unter den Setzlingen führen.

Wichtig: Kontrolle und Pflege der Kultur

Doch wer in eine Kultur investiert, möchte damit den Grundstein für einen erfolgreichen Waldbau mit guten Erträgen legen. Deshalb ist eine konsequente Kontrolle und Pflege der Kultur von Beginn an besonders wichtig. Einige Schäden können später auch nur schlecht oder gar nicht behoben werden, beispielsweise größere Nageschäden der Mäuse.

Steckholzmethode mit wenig Aufwand

Um die Notwendigkeit einer Bekämpfung rechtzeitig abschätzen zu können, gibt es verschiedene Prognoseverfahren. Besonders handlich ist die Steckholzmethode mit Apfel-Reisern, die bei Mäusen besonders begehrt sind. Die Methode kann mit verhältnismäßig wenig Aufwand durchgeführt werden.

Vorteile der Steckholzmethode

Ein weiterer Vorteil des Verfahrens: Im Gegensatz zu Prognosefängen mit Schlagfallen ist die Steckholzmethode selektiv – die Reiser werden also nur von Kurzschwanzmäusen benagt. Wer dagegen Schlagfallen einsetzt, kann Beifänge der gesetzlich geschützten Langschwanzmäuse und damit Fehlfänge nicht vermeiden.

Für die Beschaffung der Wasserreiser empfehlen sich private Quellen oder, falls diese nicht vorhanden sind, das Aufsuchen einer Baumschule oder Gärtnerei. Das benötige Material sollte mit einigem Vorlauf organisiert werden.

Prognoseverfahren für Kurzschwanzmäuse

So funktioniert das Prognoseverfahren für Kurzschwanzmäuse:

  • Durchführung: von September bis März
  • Benötigtes Material: mind. 50 Apfel-Wasserreiser; Mindestlänge: 50 cm
  • Quellen für Apfelreiser: eigenes Baumschnittgut oder Baumschulen
  • Ausbringung: 50 Stück entlang einer gedachten Linie, zwei Schritte Abstand, etwa 10 cm tief stecken
  • Kontrolle: erste Kontrolle nach einer Woche, zweite Kon-trolle nach einer weiteren Woche
  • Grenzwert und Bekämpfungsnotwendigkeit: ab 20 % benagte Reiser

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 36/18.

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