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Totholz wegen Borkenkäfer muss in FFH-Wäldern bleiben

Baum mit Borkenkäfer
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Ralf Stephan, LAND & Forst
am
20.03.2019

Wie umgehen mit Totholz durch Borkenkäfer in geschützten Wäldern? Eine Mitteilung des Umweltministeriums sorgt für Verwirrung.

Niedersächsische Landkreise und kreisfreie Städte sollen die Erlaubnis erteilen, Holzentnahme und Pflege in Wäldern in Natura 2000 Gebieten auch während der Sperrzeit von März bis August zu erlauben. Das empfehlen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium gemeinsam.

Damit soll der massiven Ausbreitung des Borkenkäfers in Niedersachsen begegnet werden.

Schutzgebietswälder: Verwirrung durch Pressemitteilung

Für Verwirrung sorgte zwischenzeitlich eine erste Information aus beiden Ministerien. In einer am 6. März verbreiteten Pressemitteilung war fälschlicherweise die Rede davon, auch das Entfernen von Alt- und Totholz aus den Schutzgebietswäldern sei erlaubt.

Sachgemäße Bekämpfung des Borkenkäfers

Am Montag dieser Woche (25. März) stellte das Umweltressort klar: "Eine sachgemäße Bekämpfung des Borkenkäfers umfasst nicht die Entfernung von Alt- und Totholz. Die Entfernung von Alt- und Totholz ist mit dem Erlass vom 28. Februar 2019 nie beabsichtigt oder geregelt worden. Alt- und Totholz sind wichtige Bestandteile des naturschutzfachlichen Konzepts."

Hintergrund: Innerhalb von Natura 2000-Gebieten darf in der Regel zwischen März und September (01.03. bis 31.08.) Holz nur geerntet werden, wenn die untere Naturschutzbehörde dem zugestimmt hat. So sollen die Fortpflanzungs- und Ruhestätten wertbestimmender Tierarten geschützt werden.

Mit Material von Umweltministerium Niedersachsen, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen

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