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Forst

Waldbesitzer beanspruchen CO2-Abgabe

Klimaschutzfunktion durch Waldpflege
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Heidrun Mitze, LAND & Forst
am
23.07.2019

Unter der Überschrift „Klimaziele erreichen – Wald erhalten, Ökosystemleistungen des Waldes honorieren!“ haben Eigentümerverbände ein eigenes Klimapapier erstellt.

In einem neu entworfenen Klimapapier fordern die Verbände „AGDW“ - Die Waldeigentümer und die „Familienbetriebe Land und Forst“ eine CO2-Abgabe, die dem Wald und den Waldeigentümern zugutekommt. Sie betonen dabei die zentrale Rolle des Clusters Forst & Holz für den Klimaschutz, der nach ihrer Ansicht eine Honorierung der bisher unentgoltenen Leistungen des Waldes und seiner Eigentümer – der sogenannten Ökosystemdienstleistungen – rechtfertigt.

Hohe Speicherleistung

Der Wald und der Roh-, Bau- und Werkstoff Holz haben eine jährliche Speicherleistung von rund 127 Millionen Tonnen CO2 vorzuweisen. Zusammen kompensiert das Cluster damit rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes der Bundesrepublik. Das entspricht etwa der vom Verkehr verursachten Emissionsmenge.

Klimaschutzfunktion honorieren

Die beiden Verbände haben ein Zuwachsmodell entwickelt, mit dem die Klimaschutzfunktion durch Waldpflege honoriert werden soll. Danach soll dem Waldeigentümer für die CO2-Bindung, die durch den jährlichen Zuwachs an Holz auf seiner Fläche entsteht, eine Gutschrift erfolgen. So ergebe sich eine potenzielle Honorierung dieser Leistung von 125 Euro pro Jahr und Hektar.

Ein genaues Berechnungsmodell auf Basis der Forsteinrichtung müsse von den Ministerien in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft entworfen werden, so die Spitzenvertreter.

Das Klimapapier der Eigentümer-Verbände in Kurz- und Langfassung

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