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Forst

Der Waschbär - eine invasive Art?

von , am
29.01.2015

Der Waschbär, pussierlich, aber auch problematisch. Lesen Sie hier, wie sich die in Nordamerika heimische Tierart in Niedersachsen etabliert hat und welche Problematik das mit sich bringt.

Waschbären fühlen sich im Süden Niedersachsen besonders wohl. Als gute Schwimmer mögen sie gewässerreiche Wälder; aber auch menschliche Siedlungen bieten ihnen einen optimalen Lebensraum. © Amadeus Persicke, fotolia
Waschbären leben bevorzugt in gewässerreichen Misch- und Laubwäldern mit hohem Eichenanteil, doch mehr und mehr werden auch Städte und Dörfer zu ihrem Refugium.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz gelten die Waschbären als "heimische Art", da sich die Populationen in freier Wildbahn ohne menschlichen Einfluss über mehrere Generationen fortpflanzen können. Diese Verbreitung wurde jedoch erst möglich, weil die Tierart im 20. Jahrhundert durch Menschenhand für die Zucht in Pelztierfarmen nach Deutschland gelangte und einige Tiere bewusst ausgesetzt wurden oder flohen. Sie zählt deshalb zu den sogenannten Neozoen.

Steigende Population

Im Süden Niedersachsens findet man die höchste Populationsdichte des Bundeslandes. Deutschlandweit gesehen leben die meisten Tiere im Norden Hessens. Die Jagdstrecken der Waschbären sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Im Landkreis Göttingen wurden im vergangenen Jagdjahr 1.640, in ganz Niedersachsen 8.414 Exemplare erlegt.
 
Mehr zu den Waschbären lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe  05/2015 auf Seite 60.

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