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Forst

Zehn Prozent des Landeswaldes werden zu Naturwäldern

Buchenwald
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
27.09.2017

Künftig sollen sich zehn Prozent der Landeswaldflächen natürlich, also ohne Holzeinschlag, entwickeln. Das hat die niedersächsische Landesregierung mit dem „NWE10 Programm“ festgelegt.

Die niedersächsische Landesregierung hat mit ihrer Entscheidung zum „NWE10“-Programm die natürliche Entwicklung auf zehn Prozent der Landeswaldflächen beschlossen. Auf einer Waldfläche von insgesamt 333 Quadratkilometern (33.320 Hektar) der Landesforsten und der Domänen- und Moorverwaltung entwickeln sich nun vom Holzeinschlag ungestörte Naturwälder.

Mit dem Projekt „Natürliche Waldentwicklung (NWE)“ leistet Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zur „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)“. Forstminister Christian Meyer sagte zu der Entscheidung, dass nicht alle Länder die Anforderungen der NBS so vorbildlich wie Niedersachsen erfüllten.

Naturwälder zu schaffen sei Teil der Umsetzung einer Vision zum Schutz der natürlichen Ar-tenvielfalt, sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel. Der Zustand der Umwelt und die Bedrohung vieler Arten zeige aber auch, dass der Weg noch weit sei.

Natürlichen Waldentwicklung

Die Baumbestände in den NWE-Gebieten können nun besonders alt werden und eines Tages natürlich zerfallen. Davon würden die vielen im Wald beheimateten Tier- und Pflanzenarten, ihre Lebensräume und die genetische Vielfalt profitieren.

Im Jahr 2013 waren erst fünf Prozent des Landeswaldes ungenutzt. 2015 waren es durch das erste Auswahlverfahren bereits acht Prozent. Mit dem jetzigen Beschluss hat die Landesregierung nach umfangreicher Beteiligung insbesondere der Umweltverbände die Flächenkulisse in 45 ausgewählten Waldgebieten um 5.150 Hektar erweitert.

Berücksichtigt wurden dabei auch Vorschläge im Rahmen einer Bürgerbeteiligung. Unter anderem wird die Forstwirtschaft nun auf weiteren 2.800 Hektar Flächen des Nationalparks Harz ruhen. Mit Aufhebung des 500 Meter breiten „Borkenkäfer-Sicherungsstreifens“ kann die Nationalparkverwaltung ihre Naturdynamikzone sukzessive erweitern. Aber auch viele kleinere ökologisch wertvolle Bestände und biologische „Hotspots“ in allen Landesteilen sind Bestandteil der Flächenkulisse. Naturnahe Laubholzbestände, vor allem mit Buche, sind anteilig besonders gut vertreten.

Mit Material von Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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