Login
Kommentar

Wenn gefährlich falsche Geschichten durch digitale Netzwerke geistern

Ralf Stephan
Thumbnail
Birgit Greuner, LAND & Forst
am
07.12.2018

Das Internet sollte eigentlich helfen, die Wahrheit schneller zu verbreiten. Doch derzeit passiert genau das Gegenteil. Mit bedenklichen Folgen.

Wölfe sorgen in Niedersachsen immer öfter für Schlagzeilen. Manchem scheint die Realität aber nicht zu reichen. Wohl deshalb geistern ständig phantasievolle Geschichten durch die digitalen Netzwerke.

Per WhatsApp macht gerade ein Telefonmitschnitt die Runde, in dem über den angeblichen Angriff mehrerer Wölfe auf eine Hundespaziergängerin bei Schneverdingen berichtet wird. Sie sei schwer verletzt worden, habe bei der Polizei eine Verschwiegenheitsverpflichtung unterschreiben müssen, und die Medien dürften nicht berichten. Man fragt sich, vorher die Anruferin von dem Vorfall weiß, wenn keiner reden darf.

Hunde von Wölfen zerfleischt: Offenkundige Falschmeldung

Per Twitter-Meldung verbreitete sich ein "Vorfall" im östlichen Brandenburg. Wieder wird "ein guter Freund" zitiert, was wohl die Verlässlichkeit der Quelle beweisen soll. Während einer Drückjagd zerfleischte demnach ein Wolfsrudel sieben Hunde. Selbst aus Skandinavien ist kein Fall bekannt, in dem mehr als ein Jagdhund von Wölfen getötet wurde. Anders als Schafe wehren sich Hunde oder können flüchten.

Wer auch immer diese offenkundige Falschmeldung weiterverbreitete, dachte darüber gewiss nicht eine Sekunde nach.

Glyphosat, Russland, Flüchtlinge, Wolf

Man könnte das als Wichtigtuerei von Leuten abtun, die sich von der Welt zu wenig beachtet fühlen. Doch die Methode ist mittlerweile weit verbreitet. Details werden aufgebauscht, falsche Zusammenhänge konstruiert, wichtige Informationen weggelassen oder manchmal einfach erfunden - ob es um Glyphosat geht, um Russland, um Amerika, um Flüchtlinge oder um den Wolf.

Falschmeldungen mit gefährlichen Nebenwirkungen

Meldungen wie die Zitierten nützen übrigens weder den Freunden der Wölfe noch ihren Gegnern. Sie haben aber gefährliche Nebenwirkungen: Sie verbreiten Verunsicherung und säen Zweifel. Was soll man noch glauben? Und wem?

Was ist das für ein Staat, dessen Polizei lieber das Opfer zum Schweigen zwingt, statt den Täter dingfest zu machen? Sind geschützte Arten wichtiger als die Sicherheit der Bürger?

Möglichst vielfältig informieren

Ein in Frankreich bekannter Medienwissenschaftler nannte nach den gewaltsamen Gelbwesten-Protesten in Paris das Netzwerk Facebook die "größte Gefahr für die Demokratie". Er mag dafür seine Gründe haben. Am Ende ist aber nicht das Netzwerk gefährlich, sondern der, der darin Falschmeldungen verbreitet.

Dagegen gibt es Schutz. Man sollte sich erstens möglichst vielfältig informieren, zweitens seriöse und weniger solide Medien auseinanderhalten und drittens nicht alles ungeprüft glauben – auch nicht, was "ein guter Freund“ erzählt.

Gewitterwolken und Dürre: Wetterfotos vom Acker

Ernte bei Unwetter
Unwetter über Acker
Staubiger Acker
Dürre auf acker
Regen auf Acker
Sengende Hitze
Sommer und Traktor
Regenbogen über Wiese
Wetter auf Acker
Fluss in den Bergen
Trockenheit auf Acker
Wetter über Acker
Regen naht
Maisernte im Sommer
Unwetter über Wiese
Auf dem Acker
Gewitterwolken über Acker
Gewitterwolken auf dem Acker
Trockenes Feld
Regenbohen auf Acker
Wolken im Juli
Sonne auf dem Acker
Unwetter auf Feld
Traktor in der Sonne
Ernte bei Unwetter
Sommer auf dem Acker
Ernte bei Wolken
Tal in den Wolken
Wolkenberge über Bauernhof
Wolken und Acker
Hund in der Sonne
Unwetter in Norddeutschland
Wolken im Tal
Douglasien im Schnee
Nebel im Wald
Herbst und Winter
Auch interessant