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Geld & Recht

Was Arbeitgeber beachten müssen

von , am
05.11.2014

Landwirtschaftliche Betriebe, die werdende Mütter beschäftigen, haben auf eine Reihe von Schutzvorschriften zu achten. Lesen Sie hier, was Sie als Arbeitgeber beachten müssen.

Schwangere Arbeitnehmerinnen müssen vom Betrieb geschützt werden. Das gilt besonders für die Gestaltung ihres Arbeitsplatzes. © Michael Wolf/fotolia.com

Viele Frauen arbeiten während ihrer Schwangerschaft weiter soweit es möglich ist und sie sich dazu in der Lage fühlen. Doch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb lauern zahlreiche Gefahren: Beim Melken von einer Kuh getreten oder eingequetscht zu werden (ebenso beim Verladen von Rindern und Schweinen), auf nassen, mit Kot belegten Flächen auszurutschen, von Leitern oder großen Maschinen abzustürzen, stoßhaltige Erschütterungen beim Einsatz auf großen Arbeitsmaschinen und viele mehr.  

Eine Gefahrenquelle sind Infektionskrankheiten, die eventuell von Tieren auf Menschen übertragen werden. Hier ist insbesondere der Erreger des Q-Fiebers und Chlamydien (Aborte bei Wiederkäuern) zu erwähnen. Schwangere sollten sich besonders von verworfenen Tieren fernhalten. Auch beim Umgang mit  Medikamenten in der Tierhaltung ist besondere Vorsicht geboten. Schon der Kontakt und das Einatmen von Medikamenten kann eine Fehlgeburt auslösen. Tierarzt und behandelnder Arzt können dazu spezielle Hinweise geben. Mit chemischen Mitteln zur Unkraut- und Krankheitsbekämpfung im Pflanzenbau umzugehen, sollte dringend vermieden werden. Treten Probleme auf, ist die Schwangere durch das Mutterschutzgesetz arbeitsrechtlich geschützt.

Mutterschutzgesetz


Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) gilt für alle werdenden Mütter, egal ob sie voll- oder teilzeitbeschäftigt sind. Auch befristete Arbeitsverträge fallen darunter solange sie bestehen. Bei einem unbefristeten Arbeitsverhältnis mit Probezeit gilt auch das Mutterschutzgesetz in der Probezeit uneingeschränkt. Schon im Bewerbungsgespräch sind Frauen geschützt, denn sie müssen ihre Schwangerschaft auch auf Nachfrage nicht preisgeben. Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, sollten ihre Schwangerschaft und den Tag der voraussichtlichen Entbindung ihrem Arbeitgeber mitteilen, sobald das Datum bekannt ist. Ab diesem Zeitpunkt gelten für sie dann auch die Mutterschutzvorschriften.

Was in Sachen Arbeitsplatzgestaltung, Mutterschutzfristen, Beschäftigungsverbote und Urlaubsansprüche zu beachten ist, lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 45.

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