Login
Geld & Recht

Aufbewahrungspflicht: Vorsicht bei elektronischen Kontoauszügen

von , am
22.05.2013

Verwalten Sie ihre Finanzen online? Wie Sie Ihre elektronischen Kontoauszüge sinnvoll archivieren, haben wir für Sie nachfolgend zusammengefasst.

Ein ausgedruckter elektronischer Kontoauszug ist nicht „echt“. © fotolia/Harald Richter
Wer etwa die elektronischen Kontoauszüge ausdruckt, abheftet und das ursprüngliche Dokument anschließend löscht, kommt seinen Aufbewahrungsfristen nicht nach. Denn: Der ausgedruckte Kontoauszug ersetzt nicht das Originaldokument. Im Zweifelsfall liegt also gar kein Nachweis der Zahlungseingänge und -ausgänge vor. Das wiederum bedeutet, dass das Finanzamt die Beträge schätzen darf.

Das hängt damit zusammen, dass sich die Echtheit eines elektronischen Dokuments nur mit einer entsprechenden Signatur des Ausstellers nachweisen lässt. Die meisten Banken versehen ihre elektronischen Kontoauszüge aber gar nicht mit einer Signatur. Sofern das der Fall ist, darf das Finanzamt den Inhalt der Kontoauszüge anzweifeln. Viele Finanzbeamte werden bei der Prüfung der Belege bei elektronischen Kontoauszügen dennoch ein Auge zudrücken. Aber sicher ist sicher.

Das können Sie als Selbstständiger tun, um ihrer Aufbewahrungspflicht nachzukommen:

Gibt es ein Echtheitszertifikat, dann sollte es zusammen mit dem Kontoauszug gespeichert werden und trotz der Ausdrucke weiterhin aufbewahrt werden.

Bietet die Bank es an, die Kontoauszüge zu speichern und jederzeit darauf zuzugreifen, dann nutzen Sie diesen Service.

Lassen Sie sich die Kontoauszüge gegebenenfalls per Post zuschicken oder drucken Sie diese am Automaten aus.
Auch interessant