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Bodenbearbeitung

Effektivität: Kommt es auf den Fahrer oder die Maschine an?

Prof. Dr. Ludwig Volk, FH Südwestfalen, Soest
am
24.03.2016

Den Dieselverbrauch senken, die Energieeffizienz erhöhen und den Boden bei der Bearbeitung schützen: Lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 12 gute Tipps, um diese Ziele zu erreichen.

Mit gutem Grund wird über den Dieselverbrauch bei der Arbeit mit dem Traktor diskutiert: Neben der Atemluftbelastung für Landwirte durch Ruß und Abgase und den negativen Klimaauswirkungen verursacht ein hoher Dieselverbrauch auch hohe Kosten.

Bei guter Traktorauslastung von 1.000 Jahresstunden summieren sich die jährlichen Dieselkosten mit 18.000 € auf die Hälfte der jährlichen gesamten Traktorkosten von etwa 36.000 €. Arbeitet der Traktor 500 Betriebsstunden im Jahr, werden 9.000 € Dieselkosten fällig.

Kostenfreie Kalkulation von Maschinenkosten im Internet

Dabei werden KTBL-Daten zum Rechnen benutzt. Im Internet kostenfrei verfügbar, wird die „MaKost“ Maschinenkostenkalkulation genutzt, um den 240 PS Traktor zu berechnen. Aus MaKost stammen der Kaufpreis mit 150.000 €, die Dieselkosten mit durchschnittlich 15 Liter je Stunde, die Reparaturkosten und die Jahres- und Stundenkosten.

DLG-Testzentrum ermittelt Dieselverbrauch von Traktoren

Was aber hat Einfluss auf den Dieselverbrauch? Als wichtigste Ursache für einen hohen oder niedrigen Verbrauch wird in der Regel der Hersteller diskutiert. Das Testzentrum der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) prüft den Dieselverbrauch der Traktoren mit einem Bremswagen auf fester Fahrbahn und seit 2016 mit einem Rollenprüfstand im „DLG- PowerMix“-Verfahren.

Mit dem „DLG-PowerMix“-Fahrzyklus werden Traktorarbeiten, wie pflügen, grubbern, säen, pflegen, ernten, und Transporte als typische Anforderungsprofile durchgeführt und der Dieselverbrauch exakt gemessen.Sie finden den traktorspezifischen Dieselverbrauch in g/kWh Motorleistung im Internet unter www.dlg.org/testlandwirtschaft.html oder in der DLG.PowerMix-App unter www.dlg-test.de/powermixapp/.

Spannweite bekannter Traktorhersteller etwa 10 %

Aktuelle DLG-Messungen zeigen, dass neue Traktoren bei Ackerarbeiten je kWh Motorleistung um die 270 g Diesel verbrauchen. Die Spannweite zwischen den bekannten Herstellern liegt bei 10 %, also ca. 255 g bis zu 285 g/kWh.

Bei Transportarbeiten mit dem Traktor misst das Testzentrum der DLG in Groß-Umstadt Dieselverbrauchswerte um die 450 g je kWh, ein deutlicher Hinweis auf die miserable Transportmaschine Traktor im Vergleich zum straßentauglicheren Lastkraftwagen.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 12/2016 auf Seite 57. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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