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Geld & Recht

Erziehungszeiten sinnvoll aufteilen

von , am
29.09.2015

Manchmal kann es sinnvoll sein, Kindererziehungszeiten aufzuteilen und sie dem Rentenkonto des jeweiligen Ehepartners zuzuschreiben. Lesen Sie in der LAND & Forst 40/2015, was dabei zu beachten ist.

Für Mütter mit Kindern, die ab 1992 zur Welt kamen, gibt es drei Kindererziehungsjahre und drei Entgeltpunkte. Unter Umständen lohnt es für Eltern, diese Zeiten aufzuteilen. © imago/MITOFoto

Manuela und Joachim Meyer sind vor einem Jahr das erste Mal Eltern geworden. Bis zum Mutterschutz arbeitete Manuela bei einem Futtermittelhersteller. Kurz nach der Geburt erhielt sie ein Schreiben von der deutschen Rentenversicherung wegen der Kindererziehungszeit. Grundsätzlich erhält derjenige Elternteil die Kindererziehungszeit angerechnet, der das Kind überwiegend erzieht. Da Manuela auf das Schreiben nicht weiter reagiert hat, geht die deutsche Rentenversicherung davon aus, dass sie ihre Tochter erzieht. Ihr werden damit die Rentenansprüche für die drei Jahre Kindererziehungszeit auf dem Rentenkonto gutgeschrieben.

Nachträglich nicht zu ändern

Jetzt geht Manuela wieder arbeiten. Damit sind ihr Mann und sie beide berufstätig und erziehen ihre Tochter gemeinsam. Sie können entscheiden, wie die Zeiten ab jetzt zugeteilt werden sollen. Dabei sollte abgewogen werden, wo die Anrechnung mehr Sinn ergibt. Diese Entscheidung kann nur bis zu zwei Monate rückwirkend getroffen werden und ist nachträglich nicht mehr zu ändern. Formell geschieht das über eine übereinstimmende Erklärung der beiden Elternteile, dass die Kindererziehungszeit ab jetzt dem Vater zugeordnet werden soll. Bevor diese Entscheidung getroffen wird, sollten aber alle Facetten bedacht sein.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 40/2015 auf Seite 14. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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