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Sperrfrist

Grünland: Wirtschaftsdünger auf Antrag ausbringen

Guelleausbringung-Gruenland
Hartwig Fehrendt, LWK Niedersachsen
am
17.01.2018

Seit dem 16. Januar können Sie Wirtschaftsdünger auf Grünland ausbringen - wenn Sie einen Einzelantrag gestellt haben. Was Sie beachten müssen, lesen Sie hier.

Im Sommer und Herbst 2017 gab es besonders viel Regen. Die Böden sind zum Teil immer noch wassergesättigt. Deshalb ist es möglich, auf Einzelantrag ab dem 16. Januar Wirtschaftsdünger auf Grünland aufzubringen.

Voraussetzung ist, dass

  • die Sperrfrist im Herbst 2017 bereits ab dem 15. Oktober eingehalten wurde.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Sperrfrist auf der Grundlage der Düngeverordnung nicht verkürzt, sondern lediglich verschoben werden kann.

Ein Antragsformular können Sie nachfolgend herunterladen. Das ausgefüllte Formular ist an die Düngebehörde der LWK zu senden:

  • per Fax: 0441-801440 oder
  • per Email: Hartwig.Fehrendt@lwk- niedersachsen.de.
  • telefonische Auskunft unter: 0441-801435 oder 0441-801-735.

Antragsformular für den Einzelantrag

Wirtschaftsdünger nur auf Grünland ausbringen

    Hinsichtlich der Aufbringung sind Auflagen einzuhalten:

    • Aufbringung nur auf Grünland.
    • Die Ausbringmenge ist auf max. 60 kg N/ha (Gesamtstickstoff) in der Zeit vom 16.1.2018 bis 31.1.2018 begrenzt.
    • Die Bestimmungen der Düngeverordnung zur Nährstoffaufnahmefähigkeit der Böden müssen weiterhin eingehalten werden.
    • Keine Ausbringung auf wassergesättigten, schneebedeckten oder gefrorenen Böden.
    • Bei gefrorenem Boden darf nur aufgebracht werden, wenn der Boden durch Auftauen am Tag des Aufbringens aufnahmefähig wird. Auf Flächen an Oberflächengewässern darf die Ausbringung nur unter Einhaltung des nach Düngeverordnung vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes zwischen Ausbringungsfläche und Böschungsoberkante erfolgen.
    • Bei Breitverteilung müssen mindestens vier Meter Düngungsabstand zur Böschungsoberkante eingehalten werden. Abweichend dazu kann der Mindestabstand auf einen Meter verkürzt werden, soweit für das Aufbringen Geräte genutzt werden, bei denen die Streubreite der Arbeitsbreite entspricht oder die über eine Grenzstreueinrichtung verfügen. Beträgt die Hangneigung innerhalb eines Abstandes von 20 Metern zur Böschungsoberkante mehr als 10 %, ist ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten.
    • Ein Eintrag in Grüppen ist unbedingt zu vermeiden.
    • Bei der Aufbringung sind sonstige Standortbedingungen und der aktuelle Witterungsverlauf besonders zu berücksichtigen, um oberflächige Nährstoffabflüsse zu verhindern.
    • Die aufgebrachten Nährstoffmengen werden im Rahmen der Düngebedarfsermittlung 2018 entsprechend DüV angerechnet. Genehmigungsvorbehalte und Nutzungsbeschränkungen auf Grund anderer Gesetze, Verordnungen oder Erlasse, insbesondere Beschränkungen in Wasserschutz- und/oder Naturschutzgebieten, bleiben unberührt.

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