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Geld & Recht

Hundegesetz - Neue Regelungen ab 1. Juli

von , am
16.04.2013

Zum 1. Juli 2013 laufen einige bedeutende Übergangsfristen des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG) aus.

Wer einen Hund hält, muss ihn ab Juli zentral registrieren lassen. © fotolia

Das neue Hundegesetz gilt zwar schon seit 1. Juli 2011, einige neue Regelungen treten allerdings erst in diesem Jahr in Kraft:

Ab 1. Juli müssen Hundehalter einen Sachkundenachweis erbringen. Das bedeutet sie müssen nachweisen, dass sie die notwendigen theoretischen und praktischen Kenntnisse besitzen, die nach Ansicht des Gesetzgebers zum Halten eines Hundes erforderlich sind. Konkret gehören dazu beispielsweise Wissen über die Erziehung und die Ausbildung eines Hundes, Kenntnisse über Rechtsvorschriften und über das Sozialverhalten von Hunden. Die theoretische Sachkundeprüfung ist vor der Aufnahme der Hundehaltung, die praktische Prüfung während des ersten Jahres der Hundehaltung abzulegen, zum Beispiel bei einer Hundeschule. Keinen Sachkundenachweis braucht, wer in den zehn Jahren vor Aufnahme der Hundehaltung zwei Jahre lang ununterbrochen einen Hund gehalten hat.

Außerdem müssen Hundehalter ihren Hund ab dem 1. Juli bei einem zentralen Register melden, bevor das Tier seinen siebten Lebensmonat vollendet. Ist der Hund schon älter als sechs Monate, muss er binnen eines Monats nach Aufnahme der Hundehaltung gemeldet werden. Notwendige Angaben sind unter anderem das Geburtsdatum des Hundes, seine Rassezugehörigkeit angegeben werden, sowie die Kennnummer, die auf dem  - seit 1. Juli 2011 verpflichtenden - Transponder (Chip) enthalten ist. Andere Kennnummern, wie etwa die Zuchtbuchnummer, reichen nicht aus. Auch Änderungen, etwa wenn der Hund stirbt, abhandenkommt, oder an einen anderen Halter abgegeben wird, müssen dem zentralen Register gegenüber mitgeteilt werden.

Die Meldung bei dem zentralen Register ist unabhängig von der Anmeldung des Hundes bei der Gemeinde. Der Hund muss also zusätzlich gemeldet werden. Das ist deshalb notwendig, weil die Hundesteuer eine reine Gemeindesteuer ist. Die Kommunen dürfen daher aus Datenschutzgründen die Daten, die sie bei der Anmeldung erhalten nicht an das zentrale Register übermitteln  Hundehalter können ihre Vierbeiner online oder schriftlich bzw. telefonisch registrieren lassen.

Das Land Niedersachsen hat das Kommunale Systemhaus Niedersachsen GmbH (KSN) in Oldenburg damit beauftragt, das zentrale Register zu führen. Für die Anmeldung müssen Hundehalter eine Gebühr bezahlen. Für jede Online-Registrierung werden Kosten in Höhe von 14,50 Euro zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer anfallen. Eine telefonische (Tel. 0441-39010400)  bzw. schriftliche Anmeldung (Elsässer Str. 66 26121 Oldenburg) kostet 23,50 Euro plus Mehrwertsteuer. Schriftlich oder telefonisch übermittelte Daten verursachen einen höheren Aufwand und sind daher teurer. Bitte beachten: Die Anmeldung ist erst ab 1. Juli möglich!
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