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Gerichtsverfahren

Lothar Lampe-Prozess: Nächster Prozesstag ist der 22. Dezember

Lothar-Lampe-Prozess-Gerichtsprozess
Lothar Lampe (2. v.l.) auf dem Weg in den Gerichtssaal. © Wiebke Bruns
von , am
06.12.2017

Gestern (5. Dezember) ging es weiter am Landgericht Verden - im Prozess um Lothar Lampe, ehemaliger Vorsitzender vom Landvolk-Kreisverband Grafschaft Diepholz.

Gestern (5. Dezember) stand ein weiterer Prozesstag um Lothar Lampe am Landgericht Verden an. Dem ehemaligen Vorsitzenden vom Landvolkkreisverband Grafschaft Diepholz wird besonders schwere Untreue vorgeworfen. Als einzige Zeugin in dem Strafprozess wurde bei der gestrigen Sitzung die damalige Stiftungsvorsitzende Dr. Angelika Westerwelle gehört.

Der nächste Termin ist der 22. Dezember. Dann soll der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft, Dr. Helmut Born, als Zeuge aussagen. Die Stiftung mit Sitz in Berlin hatte im April 2009 eine Spende in Höhe von einer Million Euro von einem Tochterunternehmen des Landvolk Verbandes erhalten. Jedoch ohne Zustimmung der Gesellschafter-Versammlung.

Um diese und eine weitere Spende in Höhe von 100.000 Euro an die Edmund-Rehwinkel-Stiftung geht es noch vorrangig in dem Strafprozess. Dem Angeklagten Lothar Lampe, zum Tatzeitpunkt noch Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Grafschaft Diepholz, wird besonders schwere Untreue vorgeworfen.

Spende sinnvoll und Lothar Lampe befugt?

Beihilfe dazu soll der damalige Geschäftsführer Wilhelm Bergmann geleistet haben. Laut Anklageschrift soll Bergmann dem Verbandsvorsitzenden vor Überweisung der Million bestätigt haben, dass die Spende sinnvoll und Lampe dazu befugt sei. Dies bestreitet Bergmann jedoch vehement.

Ob neben Born für den 22. Dezember noch weitere Zeugen geladen werden, ist noch offen. Sollte dies nicht der Fall sein, hält das Gericht es für denkbar, dann die Beweisaufnahme zu schließen. Plädoyers sind denkbar, ein Urteil an dem Tag eher unwahrscheinlich.

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