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Einspeisevergütung

Melden Sie Ihre Photovoltaikanlage rechtzeitig an!

Stall mit einer Auf-Dach-Photovoltaikanlage
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Cornelia Krieg, LAND & Forst
am
12.07.2017

Zuviele Betreiber von Photovoltaikanlagen vergessen, ihre Anlage rechtzeitig anzumelden. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesregierung.

Wer eine Photovoltaikanlage betreibt und ins öffentliche Netz einspeist, sollte prüfen, ob die Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet ist. Auch die Frist für die Eigenbedarfsmeldung (Ende Februar) sollte dringend beachtet werden.

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage im Bundestag geht hervor, dass der Bundesnetzagentur deutschlandweit allein zwischen Januar und September 2015 knapp 4.500 Anlagen verspätet gemeldet wurden. Diese sind vor dem 31. Dezember 2014 in Betrieb genommen worden. Hinzu kommen zwischen dem 1. September 2015 und 30. September 2016 noch einmal über 8.600 mehr als drei Wochen zu spät angemeldete Anlagen.

Auch in Niedersachsen verspätet angemeldete Photovoltaikanlagen

In Niedersachsen sind von Januar bis September 2015 genau 337 Anlagen mit einer installierten Leistung von 6,66 MW zu spät angemeldet worden. Sie wurden vor dem 31. Dezember 2014 in Betrieb genommen.

Hinzu kommen zwischen September 2015 und Oktober 2016 noch einmal 612 Anlagen mit einer installierten Leistung von 10,89 MW und mehr als drei Wochen Verspätung. Die Zahlen sind unvollständig, denn jene Betriebe, deren Meldeverstöße noch nicht bekannt sind, werden davon nicht erfasst.

BGH: Solarförderung von Anmeldung abhängig

Betreiber von Photovoltaik-Anlagen müssen bei fehlender ordnungsgemäßer Anmeldung mit dem Verlust eines Großteils ihrer Einnahmen rechnen. Das hatte der Bundesgerichtshof aktuell in letzter Instanz entschieden. Mehr zu dem Gerichtsurteil lesen Sie hier...

Die o. g. Zahlen lassen allerdings keinen Rückschluss darauf zu, ob und in welchem Ausmaß genau die betroffenen Anlagenbetreiber mit Rückforderungen konfrontiert werden. Eine ganze Reihe von Netzbetreibern schließt eine Photovoltaikanlage zudem gar nicht erst nicht an, bevor die Anmeldebestätigung der Bundesnetzagentur vorliegt.

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