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Steuertipp

Steuerentlastung: Handwerker beauftragen und Steuern sparen

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Cornelia Krieg, LAND & Forst
am
30.11.2016

Guten Nachrichten für Steuerzahler: Sie können künftig deutlich mehr haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkertätigkeiten von der Steuer absetzen als bisher.

Das Bundesfinanzministerium macht’s möglich: Laut einem sogenannten Anwendungsschreiben zu § 35 Einkommensteuergesetz ist es künftig möglich, beim Finanzamt auch die Lohnkosten geltend zu machen, die beim Schneeräumen auf Gehwegen vor dem eigenen Grundstück anfallen. Außerdem können Sie von Steuervorteilen profitieren, wenn Sie

  • Haustiere zu Hause versorgen lassen,
  • ein Notrufsystem nutzen, mit dem Sie als Ruheständler oder behinderter Mensch per Knopfdruck rund um die Uhr nach Hilfe rufen können,
  • die Prüfung der Funktion einer Anlage oder eine Reparatur daran vornehmen lassen,
  • Dichtheitsprüfungen etwa von Abwasserleitungen, Kontrollen von Fahrstühlen oder Blitzschutzanlagen durchführen lassen.

Für Steuervorteile nur Lohn- und Fahrtkosten geltend machen

    Mit den Änderungen werden verschiedene Urteile des Bundesfinanzhofes berücksichtigt. Grundsätzlich können von Rechnungen nur Lohn- und Fahrtkosten geltend gemacht werden, und zwar zu 20 Prozent. Bei Handwerkerleistungen beträgt der abziehbare Höchstbetrag 1.200 Euro, für haushaltsnahe Dienstleistungen liegt er bei 4.000 Euro.

    Der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) kritisierte, die Neufassung bleibe hinter der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zurück. Hausanschlusskosten an die Ver- und Entsorgungsnetze würden begünstigt. Aus dem Schreiben ergebe sich aber auch, dass Gebühren und Beträge etwa von Zweckverbänden nicht begünstigt seien. Der NVL rechne mit weiteren Streitfällen vor den Gerichten.

    Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 48/16 auf S.20. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

    Mit Material von dpa
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