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Gülle

Gülle per Schleppschuh genau und geruchsarm ausbringen

Güllefass auf Feld
Jan-Gerd Ahlers, LAND & Forst
am
17.01.2019

Gülle bringt Lohnunternehmer Frieling aus dem Kreis Leer setzt seit Jahren per Schleppschuhtechnik aus - bodennah und verlustarm.

Vor neun Jahren hat das ostfriesische Lohnunternehmen Frieling in Kleinoldendorf die Schleppschuhtechnik erneuert. Die Firma wollte eine größere Arbeitsbreite realisieren und die Pumpleistung erhöhen. Die Schleppschuhverteiler haben 15 Meter Arbeitsbreite, möglich ist eine Teilbreitenschaltung auf 7,50 m.

Breite und hohe Reifen dienen zur Bodenschonung und für eine leichtere Überfahrt. Für ganz schwierige Bodenverhältnisse gibt es noch ein Fass mit 12 m³ und 1.050er Bereifung.

Fassbefüllung über Fernbedienung

Gesteigert wird die Schlagkraft bei der Gülleausbringung durch eine mobile Andockstation. Sie muss nur einmal auf dem Hof vom Fahrer aufgebaut werden. Das entlastet bei der körperlichen Arbeit und ist durch die mobile Station mit Handyarm schneller. Die Fassbefüllung läuft über Fernbedienung vom Schlepper aus.

Kosten für Mineraldünger gesenkt

Eine verlustarme Ausbringung mit hoher Verteilgenauigkeit ermöglicht bei gleichem Einsatz von Nährstoffen höhere Erträge und verringert die Kosten für Mineraldünger. So entschärft die Schleppschuhausbringung auch die Nährstoffproblematik.

Geringere Ammoniakemissionen sorgen für weniger Nährstoffverluste und Geruchsbelästigung. Und Seitenwind spielt auch keine Rolle mehr, die Geruchsbelästigung ist gering, ebenso die Beanspruchung der Narbe. Der innerbetriebliche Nährstoffanfall wird zudem mehr geschlossen.

Bedarfs- und mengengerechte Ausbringung

Die Preisgestaltung für das Ausbringen hängt ab von Arbeitsstunden, Menge und den gefahrenen Kilometern. Bei den Kunden von Frieling sind es 300 bis 1.000 m³ pro Auftrag. Die Ausbringtermine werden an Bedarf, Boden und Düngeverordnung angepasst.

Garrelt Eihusen und sein Team legen Wert auf eine bedarfs- und mengengerechte Ausbringung: „Auch wenn der Behälter voll ist, dürfen wir natürlich nicht bei Schnee aufs Feld“, beschreibt er die schwierige Situation Anfang des Jahres 2018. Damals musste viel Gülle zwischengelagert werden. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen werden die Landwirte beraten. Das gilt auch in Richtung Düngeverordnung.

Im Fokus der Öffentlichkeit

Wer Gülle ausbringt, steht immer im Fokus der Öffentlichkeit. Durch den Einsatz von emissionsmindernder Technik kann die gesellschaftliche Akzeptanz verbessert werden. Mit entsprechenden Techniken kommt der Stickstoff fast ohne Verluste bei der Pflanze an. Denn Gülle gehört in den Boden, so dass die Pflanzen sie verarbeiten können, und nicht in die Luft.

Mitarbeiter intern und extern geschult

Die Mitarbeiter des Lohnunternehmens werden regelmäßig intern und extern geschult. Wertvoll sind die alljährigen Veranstaltungen der Landwirtschaftskammer, so dass das Team immer auf dem neusten Stand ist. Natürlich achten die Fahrer darauf, dass die Ausbringmengen pro Hektar korrekt sind.

Wichtig ist eine exakte Ausbringung über alle Schläuche und der richtige Schardruck. Das automatisierte Lenken mit RTK ermöglicht genaue Anschlüsse und wenig Überlappung, auch die Güllebänder werden gut abgelegt.

Gülle verschlauchen: Gezogene Haspel und Selbstfahrer im Vergleich

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