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Fachkraft Agrartechnik

Ausbildung: Fenke und Wiebke lieben PS-Power

Dieser Artikel ist zuerst in der LAND & Forst erschienen.

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Agrartechnik-Ausbildung-Fachkraft
Ausbildungsleiterin Erika de Jong (links) mit den angehenden Agrarservice-Technikerinnen Wiebke (Mitte) und Fenke aus den Lohnbetrieben von Hilmar Thomßen (Idafehn und Bunde, Landkreis Leer). © Carolin Westerkamp
von , am
06.11.2017

Gerne mehr als 200 PS: Wiebke Zuidema und Fenke Janssen absolvieren bei Lohnunternehmer Thomßen (Landkreis Leer) die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice.

Pflügen, Grubbern, Säen und Dreschen. Diese Aufgaben gehören für Wiebke Zuidema aus Ostrhauderfehn und Fenke Janssen aus Friedeburg zum Alltag. Die beiden Azubis arbeiten bei Lohnunternehmer Hilmar Thomßen in Idafehn und Bunde im Landkreis Leer.

Während Wiebke im August gerade erst die Lehre begonnen hat, ist die Abschlussprüfung für Fenke in Sicht. Die 19-Jährige befindet sich im 3. Ausbildungsjahr.

Einzige Auszubildende in Berufsschulklasse

„Zu Beginn war es schwer, als weibliche Person einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden“, erzählt Fenke. Als einzige Auszubildende hält sie die Fahne der Frauen in ihrer Berufsschulklasse hoch. Für die gebürtige Ostfriesin war von Anfang an klar, dass sie genau diesen Beruf erlernen will.

Schon als Kind faszinierten sie die riesigen Traktoren. Bis zum heutigen Tage gab es noch keine Spur von Langeweile. Von Frühjahr bis zum Herbst stehen hauptsächlich Arbeiten auf dem Acker an. „Das kann auch schnell mal stressig werden“, so die 19-Jährige, die nun im Landkreis Leer zu Hause ist.

Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice in Niedersachsen mit zwei Berufsschulstandorten

Zum Winter wird es etwas ruhiger: Dann geht es an die Wartung der Maschinen in der Werkstatt und Reparaturen werden vorgenommen. Zusätzlich steht während der kalten Jahreszeit der Berufsschulunterricht an.

Mit der Deula in Westerstede, im Landkreis Ammerland, und der Deula im Landkreis Nienburg gibt es in ganz Niedersachsen nur zwei Berufsschulstandorte für diesen Ausbildungsberuf.

Im Unterricht vertiefen die Lehrlinge theoretische Inhalte zu den Schwerpunkten Pflanzenproduktion, Agrartechnik und Dienstleistung. Der Unterricht wird praxisbezogen vermittelt und durch Exkursionen und praktische Übungen ergänzt.

Wiebke machte Praktikum bei Lohnunternehmer

Auch Wiebke hat in ihren ersten Ausbildungswochen gelernt, dass man mit anpacken muss. „Nach dem Reinigen der Maschinen hat man auch schon mal da Dreck sitzen, wo er eigentlich nicht hinkommen sollte“, lacht die 18-Jährige.

Sie hat nie daran gedacht, einmal diese Ausbildung zu durchlaufen. Doch das Praktikum auf dem benachbarten Lohnbetrieb Thomßen hat sie überzeugt. Dort werden seit 2005 Fachkräfte für Agrarservice ausgebildet.

Nach der Ausbildung weiter zur Meisterin

Wiebkes Arbeitstag beginnt, je nach Jahreszeit, morgens um 7.30 Uhr. Gerne arbeitet sie in der Werkstatt, obwohl auch das Silofahren definitiv zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählt.

Wenn sie nicht auf dem Trecker sitzt, findet man sie nach dem Feierabend auf dem Reitplatz. „Reiten ist ein großes Hobby von mir, was ich später gerne zum Beruf machen würde“, sagt sie. Deshalb überlegt sie, nach der Ausbildung den Beruf zur Pferdewirtin zusätzlich zu erlernen.

Die Lehre zur Fachkraft für Agrarservice bietet dafür eine optimale Grundlage. Fenke möchte nach ihrer Ausbildung weiterhin im Lohnunternehmen beschäftigt sein. An eine Weiterbildung zur Meisterin hat sie bereits gedacht.

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