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Ausland

In der Heimat von Astrid Lindgren

von , am
05.06.2013

Sechs Schüler der Berufsfachschulklasse Agrarwirtschaft, BBS Varel, haben drei Wochen in Schweden auf Milchviehbetrieben oder Pferdehöfen gearbeitet.Was sie besonders beeindruckte, lest Ihr hier.

Alicia May, Ann-Christin Brüggemeier, Ines Theilsiefje, Christina Harms, Philipp Klawon und Kristin Pille besichtigen den modernen ökologisch wirtschaftenden Betrieb von Mats Svensson, Flisby Kyrka. © Luiken
Überall liegen große Steine auf den Feldern. Es gibt viele Wälder und Seen - ganz anders als auf dem platten Land in Friesland. So beschreibt Praktikantin Ines Theilsiefje ihre ersten Endrücke. Die Berufsschüler waren in Gastfamilien untergebracht. "Besonders toll fand ich, dass ich in einem typischen roten Holzhaus wohnen durfte", erzählt sie begeistert. "Die Arbeitseinstellung ist in Schweden anders, als in Deutschland. Da muss das nicht immer alles schnell gehen, sondern man hat auch mal Zeit, eine Stunde lang die Kühe zu bürsten."
 
Leben und lernen auf dem Schulgelände
 
Nicht nur in das Leben auf den Betrieben bekamen die Jugendlichen Einblicke, sondern auch in das Naturbruksgymnasiet Tenhult, eine Schule für die schwedischen "grünen Berufe". Das Ausbildungssystem ist anders aufgebaut als bei uns. Die Schüler leben dort im Internat, dem ein ökologisch arbeitender Milchviehbetrieb, eine Gärtnerei, eine Kleintierhaltung und ein großer Reit- und Fahrbetrieb mit 25 Pferden angeschlossen sind. So werden hier neben Land- und Pferdewirten auch Assistenten für Kleintierpraxen, Floristen, Gärtner und Tierwirte ausgebildet. An den Wochenenden und in den Ferien versorgen die Schüler nach entsprechender Einweisung selbständig alle Tiere, inklusive Melken. Drei Wochen in jedem Ausbildungsjahr absolvieren die schwedischen Auszubildenden Praktika auf Höfen in der Umgebung.
 
"Europass" bei Bewerbungen von Vorteil
 
Das Praktikum der BBS-Schüler wurde seit Herbst 2012 von Emma Svensson, ehemalige Mitarbeiterin im Jordbruksverket Jönköping sowie von Birgit Luiken, Fachpraxis Agrarwirtschaft an der BBS Varel, vorbereitet. Sie begleiteten die Prakikanten tvor Ort und organisierten Ausflüge und Besichtigungen. "Die BBS Varel legt großen Wert auf das Angebot eines Auslandspraktikums für die Berufseinsteiger in der Landwirtschaft. Dänemark, die Niederlande, Schweden und demnächst auch Finnland stehen den Jugendlichen zur Auswahl", sagt Luiken. Finanziell gefördert werden die Praktika vom EU-Programm "Leonardo da Vinci". Die Schüler erhalten den sogenannten Europass, der ihren Aufenthalt dokumentiert und bei Bewerbungen von Vorteil sein kann. Infos zur Schule gibt es unter www.bbs-varel.de
 
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