Login
Ausbildung

Mit Herz und Verstand

von , am
11.02.2014

Landwirt, Fischwirtin oder auch Forstwirt - im neuen Echte Niedersachsen-Kalender 2014 zeigen "Deerns" und "Jungs", wie attraktiv grüne Berufe sind. Doch wie sieht ein Alltag in diesen Berufen aus? In dieser Ausgabe: Tierwirt.

Die Auszubildenden Frances (r.) und Stelle beim Wiegen der Ferkel. © Wilkening
Souverän greift Frances Krause zu. Das Ferkel zappelt kurz in ihren Händen, auf der digitalen Waage überprüft die 27-Jährige das Gewicht.  Die Daten werden digital gespeichert und später ausgewertet. "Bei uns kommen eine Menge Daten zusammen, ein Fehler kann da eine ganze Serie an Folgen haben", erklärt Elisabeth Gerstenkorn, Leiterin der Basiszucht des Bundes Hybrid Zucht Programms (BHZP). Seit 1987 bildet sie für die BHZP Tierwirte aus.

Motiviert und zuverlässig

Was sollten die angehenden Tierwirte mit in die Ausbildung bringen? "Motivation!", antwortet Gerstenkorn und ergänzt: "Sie sollten auch geduldig sein und zuverlässig in einem Team arbeiten können." All diese Voraussetzungen erfüllen Frances Krause und ihre Kollegin Stella Hamann. Sie absolvieren ihre Ausbildung im BHZP in Dahlenburg-Ellringen.

Mit der Landwirtschaft hatten beide Frauen vorher keine Berührungspunkte. Frances hatte in einer Bank gearbeitet. "Doch das war nichts für mich." Durch einen Freund ist sie auf diese Ausbildung und den Betrieb aufmerksam geworden. Und Stella? Bevor sie auf dem Betrieb Probe gearbeitet hat, hat sie Praktikum beim Zahnarzt gemacht.

Die Begeisterung am Job merkt man den beiden an. "Ich hätte nie gedacht, dass der Job so vielfältig ist", sagt Stella. Von der Geburt der Ferkel bis zum Verkauf der Jungsauen - die Entwicklung der Tiere zu beobachten macht den Auszubildenden sehr viel Spaß.
"Die Tierwirte haben hier eine Menge Verantwortung", sagt Gerstenkorn und zählt einige Aufgaben auf: Geburtsmanagement, Kennzeichnung der Ferkel, Absetzen und Konditionsbeurteilung der Sauen, die Mithilfe beim Eigenleistungstest der Tiere, die Eingabe von Daten in den Sauenplaner, die Gesundheitskontrolle oder Verkaufsgruppen zusammenstellen.

"Wir haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und das steht im Mittelpunkt. Deshalb arbeiten alle Bewerber auch erst einmal ein paar Tage Probe, um zu sehen, ob es passt."

Gute Aussichten

Frances und Stella freuen sich, den richtigen Weg für sich gefunden zu haben und möchten sich nach der Ausbildung weiterbilden. Eine Möglichkeit: den Tierwirtschaftsmeister machen oder bei entsprechenden Qualifikationen ein Fachhochschulstudium beginnen.
 
Weitere Infos zu der Aus- und Weiterbildung gibt es unter www.bhzp.de
Auch interessant