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Im Land der Kobolde

von , am
24.07.2013

Landjugendliche erkunden zehn Tage lang Irland. Auch Katja Trenn von der Landjugend Bevensen war bei der Landwirtschaftlichen Lehrfahrt auf der "ewig grüne Insel" dabei - mit Zettel und Stift.

Irland © Riekmann
Auf gehts nach Dublin. Das Wetter ist typisch irisch! "Soft Drizzle", ein feiner Nieselregen, begleitet uns bei der Stadtführung in Dublin. Wir entdecken viele schöne Ecken in der Hauptstadt:

das Stadtviertel "Temple Bar" mit vielen Pubs entlang kopfsteingepflasterten Gassen,
das "Trinity College", Irlands renommierteste Universität, "The Spire", eine 120 m hohe Stahlnadel, welche das höchste Bauwerk und zugleich Wahrzeichen der Stadt ist und
die "Halfpenny Bridge", eine kleine Fußgängerbrücke, für die im 19. Jahrhundert eine Wegegebühr von einem halben Penny erhoben wurde, um die Brücke zu finanzieren.  

Und noch mehr Schafe

Was das Besondere an Irland ist? Eindeutig die Landschaft. Bei der Panoramafahrt über den "Ring of Beara" sehen wir  grüne, endlose Wiesen, Hügel und Täler, Steinlandschaften, Steilküsten, viele Schafe, ein paar Kühe, noch mehr Schafe und den Atlantik. Auch "Mizen Head", eine irische Halbinsel mit einer atemberaubenden Steilküste, die aus dem Atlantik herausragt, verzaubert uns sofort.

Irische Landwirtschaft

Wir besichtigen "Nutribio", das größte Mineralfutterwerk Irlands. Dieses produziert im Jahr rund 20.000 t Mineralfutter. Kernzeit der Produktion ist von September bis Februar, da in den Wintermonaten die Kühe im Stall sind, abkalben und mit einem hohen Bedarf an Spezialfuttermitteln in die Laktation starten.

Weitere Stationen: zwei Milchviehbetriebe mit Melkständen von Dairymaster. Bei dem ersten handelt es sich um einen Betrieb mit 800 Kühen und einem, bis auf den Ansetzvorgang, vollautomatisierten Melkkarussell mit 60 Plätzen. Hier setzt eine Person ca. 350 Kühe pro Stunde an. Die Milch für die Kälber kann automatisch umgeleitet und die Zitzen automatisch besprüht werden. Der zweite Betrieb hat 120 Kühe und einen 2x18er Swiftflo Plus Swing-Over Melkstand. Nach Angaben des Farmers schafft er es, alle 120 Kühe in nur 50 Minuten zu melken.

Im Dairymaster Hauptquatier in Causeway besichtigen wir das Werk. Dairymaster produziert an diesem Standort alle Teile selbst.

Not macht erfinderisch

Beeindruckend: der Besuch einer Versuchsstation von Samco Systems in Bandon. Bei der Ablage des Maissaatgutes deckt die Samco-Drille den Boden mit einer dünnen Folie aus biologisch abbaubarem Plastik zu. Durch den Anstieg von Boden- und Lufttemperatur entsteht ein Folientunnel mit idealen Mikroklimabedingungen. Dies ermöglicht den Landwirten in Irland den Maisanbau - trotz der schlechten klimatischen Bedingungen.
Kurz vor unserer Abreise schauen  wir uns die McCormick Farm an. Hier werden Gewürzkräuter und Babyblattsalat auf mittlerweile 200 ha angebaut und verkaufsfertig aufbereitet. Die Farm produziert nichts für den Export, sondern ausschließlich fürs Inland. Bei der Burkes Farm, einen Milchviehbetrieb mit eigener Eisherstellung ist vor allem die Verköstigung eine große Freude.

Klickt auf www.nlj.de! Dort findet Ihr weitere Bilder vom Auslandsabenteuer in Irland.
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