Login
Jungle aktiv

Das Runde muss ins Runde

von , am
20.08.2013

Seit Mai 2013 betreiben Frank Feldmann und Markus Böcker eine Fußballgolf-Anlage im südlichen Emsland. Die Resonanz ist groß, wir haben die Landjugend Isterberg auf den Platz geschickt.

Die Landjugendgruppe aus Isterberg beim Fußballgolfen. © Wilkening
"Komm schon, komm schon", Hanna Limberg geht in die Hocke, ihr Blick folgt dem Fußball, der dem Loch entgegenkullert - um dann auf der anderen Seite wieder herunterzurollen. Die Gegenmannschaft johlt laut, Hannas Teamkollegen muntern sie auf. Bahn fünf ist nicht die leichteste, aber Hanna hat noch sechs Versuche. "Wir haben hier extra eine Bank hingestellt, zum Ausruhen", sagt Markus Böckel und grinst.
Vor zwei Jahren sah er bei einem Besuch bei Freunden in der Nähe von Mannheim zum ersten Mal eine Fußballgolfanlage - und brachte die Idee mit nach Hause ins Emsland. "Ich bin zu meinem Schwager gekommen und hab gesagt: ‚Du hast das Land und ich die Idee‘", erzählt er und Schwager Frank nickt. Gesagt, getan. Gemeinsam gestalteten die beiden Männer die 18-Loch-Anlage in Lünne bei Spelle im Kreis Emsland. Umgeben von Maisfeldern können die Spieler sich seit Ende Mai auf 25.000 qm nach Herzenslust austoben - und ihre Geschicklichkeit testen.

Nach dem Erklären der Regeln erhält jede Mannschaft einen Bollerwagen mit Getränken nach Wahl und dann kann es losgehen. Getränke und Eis hält das Team der Anlage auch in einem kleinen Pavillon bereit. "Es hat eine Weile gedauert alles umzusetzen, wir mussten Genehmigungen einholen, Strom verlegen. Außerdem war uns wichtig, dass wir für die Gestaltung der Bahn Material aus der Landwirtschaft verwenden", sagt Feldmann.

Kindergeburtstage, Vereinsunternehmungen, Geschäftsfeiern, Familienausflüge sogar Junggesellenabschiede - für all das bietet die Anlage ein interessantes Ziel. "Nicht selten haben wir begnadete Fußballer, die nicht verstehen können, dass sie von ihren Kindern oder Frauen abgezockt werden", Markus Böcker. Er ist selbst Vater von drei Kindern und weiß um die Schwierigkeit, die Anlage so anzulegen, dass jede Altersklasse gefordert ist - und trotzdem Spaß dabei hat. "Wir sagen immer, Kinder können ab sechs Jahren angemeldet werden, nach oben gibt es keine Grenze, wir hatten auch schon einen 82-jährigen Spieler."

Hanna hat ihren Ball mittlerweile eingeputtet. Jetzt freut sie sich, als sie es sofort schafft, den Ball durch den Treckerreifen zu befördern. Abklatschen mit dem Team, kurzer Blick auf die Konkurrenzgruppe, dann geht es weiter zu den Basketballkörben. "Es ist echt nicht so einfach, aber es macht riesigen Spaß", ruft sie. "Und den Jungs zeigen wir‘s jetzt mal."
Auch interessant