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Ausbildung

Zwischen Feld, Stall und Büro

von , am
28.08.2013

Im Echte Niedersachsen-Kalender 2014 zeigen "Deerns" und "Jungs", wie attraktiv grüne Berufe sind. Doch wie sieht ein Alltag in diesen Berufen aus? Bennet Maaß hat seine Ausbildung zum Landwirt in diesem Jahr erfolgreich bestanden.

Bennet Maaß hat die Ausbildung zum Landwirt in diesem Sommer bestanden. Gelernt hat er bei Ausbilder Dirk Drögemüller von der Bentloh KG in Scharnhorst. © Wilkening
Aufgewachsen auf einem Milchviehbetrieb stand für den Junglandwirt früh fest, was er in Zukunft machen möchte. "Ich hab früh mit angepackt, gemolken, auf dem Feld geholfen. Ich wusste auf was ich mich einlasse." Der Tag beginnt um sechs und endet um sechs. "Und die Tiere müssen ja jeden Tag versorgt werden", sagt er. Die Mahlzeiten gibt’s gemeinsam am Familienesstisch. "Ja, es ist schon wie ein neues Familienmitglied auf Zeit", sagt Ausbilder Dirk Drögemüller von der Bentloh KG in Scharnhorst.

Seit dem Jahr 2000 bildet er aus und hat schon ganz unterschiedliche junge Erwachsene auf seinem Milchviehbetrieb angelernt. Statt schriftlicher Bewerbung melden sich interessierte Azubis meist per Telefon, dann wird ein Termin vereinbart. "Viele kommen mit ihren Eltern und ich schlage dann so zwei Tage Probearbeiten vor, denn der Azubi soll ja auch sehen, ob er sich das Zusammenarbeiten mit dem Chef vorstellen kann."

Immer am Ball bleiben

Abwechslungs- und arbeitsreich sei die Ausbildung, sagt Bennet, aber genau das habe er gesucht. Gerade im dritten Lehrjahr sind es prüfungsrelevante Inhalte, die er Tag für Tag auf dem Betrieb durchging. Die Versorgung der Tiere gehört dabei ebenso dazu, wie die Düngung und Pflege der Flächen. "Es ist ja schon viel automatisiert, mit den Melkrobotern zum Beispiel, aber auch das ist interessant und man muss den damit Umgang erst lernen. Es sind ganz unterschiedliche Dinge, die Spaß machen."

Der Ausbilder legt vor allem Wert darauf, dass die Azubis sich früh genug um die Ausbildungsbetriebe kümmern und am Ball bleiben. Der Schulabschluss ist für Ausbilder Drögemüller eher zweitrangig. Motivation, Neugier und Wille sollten aber schon da sein. "Die meisten kommen aus der grünen Branche. Wir haben viele Jungs, deren Freunde sich dann melden, das ist ja auch für uns eine gute Werbung, aber wir hatten auch schon Auszubildende, die nicht viel mit der Landwirtschaft vorher zu tun hatten."
Zukunftspläne    

Für Bennet lief die Abschlussprüfung gut, er will weitermachen, studieren und irgendwann den elterlichen Betrieb übernehmen. Im Hause Drögemüller bezieht demnächst ein neuer Azubi das Zimmer, das Bennet ein Jahr lang bewohnt hat. "Es ist schon schwer bei manchen, die die Ausbildung beendet haben und gehen, aber wir freuen uns ja auch auf den Nächsten. Es ist immer wieder spannend", bringt es Drögemüllers Frau Silke auf den Punkt.
 
Weitere Infos zur Ausbildung: www.lwk-niedersachsen.de
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