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Familie

Achtung: Frühlingsgefühle!

von , am
07.01.2014

Hormone steuern bei Hündinnen und Rüden den Fortpflanzungstrieb - und der kann auch Probleme bereiten. Hundehalter sollten sich deshalb genau überlegen, ob eine Kastration oder eine Hormongabe sinnvoll ist.

Wenn zwei sich mögen, könnte das schnell zu unerwünschtem Nachwuchs führen. © PK-Photos/iStock/BfT
Rüden sind bereits im Alter von sieben bis 14 Monaten zeugungsfähig, die Hündin erreicht ihre Geschlechtsreife etwa im gleichen Zeitraum. Kleinere Hunde können sogar noch früher Nachwuchs zeugen als größere Rassen.

Die Geschlechtsreife der Hündin ist leicht an ihrer ersten Läufigkeit zu erkennen. Spätestens dann nützt nur noch "aufpassen", eine Verhütungsvariante mit unsicherem Ausgang. Besser ist es, sich vor der "heißen Phase" über geeignete Verhütungsmethoden zu informieren. Hundehalter, die auf Nummer sicher gehen und keine Hunde züchten wollen, entscheiden sich häufig für die Kastration. Damit ist die vollständige chirurgische Entfernung der Eier-
stöcke gemeint. Was man beachten muss: Kastrierte Hündinnen können nie mehr Junge bekommen. Alternativ bietet sich die Injektion von Gestagen an, um die Läufigkeit zu verhindern. Bei den meisten Hündinnen stellt sich nach einigen Monaten wieder ein normaler Sexualzyklus ein und sie können wieder Nachwuchs bekommen.

Bei Rüden werden bei der Kastration beide Hoden entfernt, dadurch wird die Hormonproduktion unterbunden. Trotz aller Vorteile schrecken viele Hundehalter vor einem chirurgischen Eingriff zurück. Auch deshalb, weil der Eingriff nie mehr rückgängig gemacht werden kann.

Für den Rüden ist die medikamentöse Kastration mittels Implantat vielleicht die sympathischere Alternative. Die Wirkstoffe verhindern die Produktion von Sexualhormonen. Je nach Implantat dauert es sechs bis acht Wochen, bis der Rüde unfruchtbar ist. Die Wirkung hält sechs bis zwölf Monate an.

Oft geht es bei Rüden auch um Verhaltensstörungen: Übersteigerter Sexualtrieb, unerwünschtes Rüdenverhalten oder Streunen können zwar hormonell bedingt sein, nicht immer aber ist das Testosteron daran schuld. Mit dem zeitweisen Ausschalten von Testosteron lässt sich sehr gut feststellen, ob sich eine spätere operative Kastration positiv auswirken könnte.
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