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Garten

Bärlauch

von , am
20.03.2013

Heutzutage ist der Bärlauch als Modekraut mit Knoblauchgeschmack in aller Munde. Schon Kaiser Karl der Große wusste die Vorzüge des Liliengewächses zu schätzen.

Bärlauch © Tubes

Im Jahre 812 n. Chr. erließ er in Aachen die Landgüterverordnung "Capitulare de villis vel curtis imperii", in der 70 Pflanzen aufgeführt sind, die in seinen königlichen Gärten vorhanden sein mussten - darunter war auch der Bärlauch (Allium ursinum).

Der Bärlauch wächst in schattigen, feuchten und humusreichen Laubwäldern und gehört zu den Frühjahrs-Geophyten. Schon im März sprießen die lanzettförmigen, parallelnervigen Blätter aus dem Boden. Im Mai ist der Waldboden von den attraktiven Blütenständen mit den weißen, sternfömigen Blüten übersät. Nach der Fruchtreife im Juni zieht die Pflanze die Nährstoffe wieder in die Zwiebeln ein (Zwiebel-Geophyt), die bis zum nächsten Frühjahr im Boden überdauern.

Angeblich soll die Pflanze Bärenkräfte verleihen, erhielt sie doch ihren Namen aufgrund der Beobachtung, dass Bären sich nach dem Winterschlaf über den "Bär"lauch hermachen. Ameisen mögen die süßen Anhängsel, mit denen die Bärlauchsamen ausgestattet sind. Auf dem Transport zum Ameisenbau geht ein Teil der Beute verloren und trägt zur Verbreitung der Pflanze bei.

Im Garten: unter Laubgehölzen
Lebensform: Frühjahrs-Geophyt
Lebensdauer: mehrjährig
Standort: schattig / feuchter und humusreicher Boden
Blütezeit: April bis Mai
Vermehrung: Samen und Zwiebeln (Samen und Pflanzen sind im Handel erhältlich)
Bedeutung für die Tierwelt: Bienenfutterpflanze
Verwendung: Blätter, Blüten, Früchte und Zwiebeln sind zum Verzehr geeignet
Zu Beachten: sehr ausbreitungsfreudig
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