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Krebshilfe

Big Challenge: Sportlich aktiv gegen Krebs

Die Sportveranstaltung  „Big Challenge“ findet  zugunsten der  deutschen Krebshilfe statt.
Rebecca Göllner
am
23.02.2018

Es sind ganz persönliche Beweggründe, die Heinrich und Nadine Henke motivieren, sich für die Big Challenge zu engagieren. Diese Sportveranstaltung findet zugunsten der deutschen Krebshilfe statt und ist die größte private Spendenaktion für die Stiftung.

Schon früh hat Heinrich Henke die brutale Kraft von Krebs zu spüren bekommen. „Meine Mutter ist an Krebs gestorben, als ich 20 Jahre alt war“, berichtet der Landwirt aus Bruchhausen-Vilsen.

Krebs ist eine Arschlochkrankheit

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„Es ist eine Arschlochkrankheit“, sagt Henke ganz unverblümt. Zuvor sei seine damals 47 Jahre alte Mutter, Maria Backhaus, nie krank gewesen und plötzlich sei dann alles sehr schnell gegangen. Nur neun Monate nach der Diagnose ist seine Mutter verstorben. Die gleich begonnenen Therapien hätten nicht mehr angeschlagen.
„Die Prognose war von Anfang an beinahe aussichtslos“, ist er sich noch immer im Klaren. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass Henke sich heute so für die Krebshilfe engagiert – damit die Medizin weiter forschen und Heilmethoden finden kann. Sein Onkel und auch der Vater seiner Ehefrau Nadine seien zudem ebenfalls an Krebs verstorben.

Morphium bei Schmerzen

Glück sei es in der Phase der schweren Erkrankung seiner Mutter gewesen, einen guten Hausarzt gehabt zu haben. Gerade in den letzten drei Monaten sei dieser täglich zu ihnen nach Hause gekommen, um Maria Backhaus medizinisch zu versorgen. „In den letzten zwei Monaten wurde ihr dann Morphium gegen die starken Schmerzen verabreicht“, so Heinrich Henke. Seiner Mutter selbst habe zudem der christliche Glauben noch unheimlich viel Kraft geschenkt.

Von einem auf den anderen Tag war sie nicht mehr da

Heinrich Henke erinnert sich noch ganz genau an den Todestag seiner Mutter. Am Tag seiner bestandenen Prüfung am Lehrbetrieb sei sie ins Krankenhaus eingeliefert worden und kurz vor Ostern nicht wieder aufgewacht. Positiv empfindet der Landwirt auch fast 30 Jahre später noch, dass er und seine beiden jüngeren Brüder sich über die Monate hinweg darauf einstellen und ausreichend verabschieden konnten.

Doch trotz dieser Vorbereitungszeit sei es hart gewesen, dass sie von einem auf den anderen Tag nicht mehr da gewesen ist. Auch, weil der Vater von Heinrich Henke ebenfalls krank (Demenz und Prostatakrebs) und zum Teil pflegebedürftig gewesen sei. „Man ist 20 Jahre alt und hat auf einmal ein Kind, das der eigene Vater ist“, umschreibt es der Bruchhausen-Vilsener.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden

Nachdem das Bindeglied der Familie – so bezeichnet Henke seine Mutter – nicht mehr da war, musste das Leben dennoch weitergehen. Er sei sehr aktiv in der Landjugend gewesen und habe das auch nicht aufgeben wollen. „Einige haben mir das übel genommen und konnten nicht nachvollziehen, dass ich nach dem Tod meiner Mutter nicht in ein Loch falle“, erinnert sich der 47-Jährige.

Dabei findet Henke, dass jeder seinen eigenen Weg finden müsse, mit einer solchen Situation umzugehen. Er habe sich damals viel mit einem Freund ausgetauscht, dessen Mutter ebenfalls früh verstorben sei. „Stundenlang haben wir darüber gesprochen, das hat mir viel gegeben“, so Henke.

Einsatz für Krebshilfe

Heinrich Henke holt Big Challenge nach Niedersachsen.

All diese Erfahrungen der Vergangenheit hätten ihn dazu gebracht, sich für die Big Challenge einzusetzen. Vor gut sechs Jahren habe er erstmals einen Bericht über diese Aktion gelesen und sei sofort Feuer und Flamme gewesen. Seitdem verfolgen Henkes die Aktivitäten der Veranstalter, zwei Mal sind Henkes zu Gast bei der Big Challenge in Winnekendonk gewesen.

Die Familie Biedemann, die bisherigen Organisatoren der Big Challenge, haben uns berichtet, dass sie eine Pause einlegen wollen“, erklärt Heinrich Henke. Relativ schnell sei dann klar gewesen, dass er und seine Frau Nadine das Projekt zugunsten der Krebshilfe übernehmen und in Bruchhausen-Vilsen über die Bühne gehen lassen wollen. „Wir haben die Gemeinde gefragt, ob es machbar wäre und schnell ein positives Feedback bekommen“, berichtet der Landwirt.

Sie spenden - wir flitzen

Seitdem laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit den Anmeldungen läuft es noch etwas schleppend, „obwohl uns schon viele gesagt haben, dass sie dabei sind“, so Henke. Er hofft, dass sich viele Teilnehmer melden. „Wohl beinahe jeder hat im Bekannten-, Freundes- oder Familienkreis jemanden, der an Krebs erkrankt ist“, meint Henke. Deshalb sei es umso wichtiger, sich gemeinsam dafür einzusetzen und die Forschung gegen Krebs auf sportlichem Weg zu unterstützen

Big-Challenge-LANDläufer

Auch wir als LAND & Forst-Redaktion wollen uns bei dieser Aktion engagieren! Darum schicken wir am 23. Juni in Bruchhausen-Vilsen ein Team „ins Rennen “ – die LANDläufer.

Doch wir brauchen Ihre Unterstützung. Denn jeder Teilnehmer verpflichtet sich, mindestens 500 Euro Spendengeld zugunsten der Deutschen Krebshilfe einzubringen

Unterstützen Sie die Krebshilfe

Sie können den Betrag, den Sie für die Krebshilfe spenden möchten, bis zum 23. Mai auf folgendes Konto überweisen:

  • Kontoinhaber: BIG Challenge eV, Volksbank an der Niers eG
  • IBAN DE15320613844501181019
  • BIC GENODED 1GDL

Die Spenden-Überweisung muss unbedingt mit folgenden Angaben versehen werden:

  • Name des Spenders
  • den Namen des Teams: landundforst
  • die Adresse des Spenders

 

Lesen Sie hier mehr zur  "Big Challenge"-Aktion

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