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Hof- und Dorfleben

Büsenbachtal präsentiert sich gepflegt

von , am
19.03.2013

Zwischen Handeloh und Buchholz (Landkreis Harburg) befindet sich das romantische Büsenbachtal. Eine Heidefläche mit Bach, Schafstall und Schnuckenherde, die nur durch besondere Pflege zu erhalten ist.

Damit die Heide im Büsenbachtal so wie hier wieder in aller Pracht blühen kann, waren die Pflegemaßnahmen nötig. © Brockmann

Die Forstbetriebsgemeinschaft Jesteburg hat dort jetzt umfangreiche Pflegearbeiten durchgeführt.Ab August sollen sich Ausflügler wieder an lilafarbenen Heideblütenteppichen erfreuen. Daher wurden Birken, Kiefern und Fichten gefällt. Auch viel abgeholztes Buschwerk stapelte sich zur Abfuhr am Wegesrand. "Täten wir das nicht, entstände hier sehr schnell ein Wald", berichtet Torben Homm, Bezirksförster der Landwirtschaftskammer Niedersachsen von der Bezirksförsterei Jesteburg. Er betreut 520 private Waldbesitzer auf einer Fläche von 6 300 Hektar. Eigentümer des Büsenbachtals ist der Landkreis Harburg, der den Auftrag für die Arbeiten erteilte.

Die Aktion im Büsenbachtal konnten nicht alle Ausflügler verstehen. So mancher Bürger sprach von Umweltfrevel, dem man Einhalt gebieten müsste. "Tatsächlich sehen die gefällten Bäume und Stumpen erst einmal schlimm aus", gibt Homm zu. "Doch die Heide ist nun einmal eine Kulturlandschaft, die der ständigen Zuwendung bedarf."

Wie schön das Ergebnis ist, können die Ausflügler bereits in diesem Sommer sehen. Das Büsenbachtal präsentiert sich dann wieder wie in den 1970er Jahren. "Wir haben uns an Fotos aus jener Zeit orientiert und das damalige Landschaftsbild wieder hergestellt", erklärt Homm. Solitärbäume, die dem Tal ihr "Gesicht" verleihen, blieben stehen. Die von Gras überwucherte Heide wurde abschnittsweise geplaggt. Durch das Abtragen der oberen Bodenschicht gelangt wieder Luft und Licht an die Pflanzen - sie können sich regenerieren und wachsen kräftig heran. Auch an die seltene heimische Tier- und Vogelwelt wurde gedacht - alle Arbeiten fanden in den Wintermonaten außerhalb der Brut- und Setzzeit statt.
Das Büsenbachtal gehört zu den schönsten Naturdenkmälern in der Nordheide. Es wurde deshalb schon vor Jahrzehnten unter Schutz gestellt. Bei ihrer Wanderung können die Ausflügler den "Pferdekopf" besteigen und von der Anhöhe eine schöne Aussicht auf geschlängelte helle Sandwege, Ginster und Wacholder genießen. Unterwegs kommen sie an der „Krummen Birke“ vorbei und sehen, wie der Büsenbach in Höhe des Parkplatzes im Untergrund verschwindet. Erst 400 Meter weiter östlich hinter der Bahnlinie tritt das Büsenbachwasser wieder an die Oberfläche und fließt dann in die Seeve.

Für das leibliche Wohl der Besucher wird ebenfalls gesorgt. Der alte Schafstall ist heute ein beliebtes uriges Restaurant, ein Kiosk hält preisgünstige Snacks und Getränke bereit. So manche Familie bringt aber auch das eigene Picknick mit, denn rustikale Holztische und -bänke laden zum Verweilen ein.
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