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Niedersachsen

Demografischer Wandel erfordert Modelle für die Zukunft

AgE/agrarheute
am
24.10.2016

Hannover - Immer mehr Niedersachsen sind immer älter: Wie muss sich die Gesellschaft darauf einstellen? Beim Demografiekongress der Landesregierung gab es Antworten.

Älterer Mann mit Stock

Der demografische Wandel ist nach Ansicht von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil eine der zentralen Herausforderungen für das Bundesland. Die Entwicklung sei jedoch regional sehr unterschiedlich. Das ist ein Ergebnis des dritten Demografiekongresses der Landesregierung mit dem Titel „Zukunft vor Ort gemeinsam gestalten“ von vergangener Woche.

Während die Bevölkerungszahlen vor allem in den Ballungszentren und im Westen des Landes weiterhin stiegen, werde in anderen Teilen ein erheblicher Rückgang verzeichnet. Das gilt insbesondere für Südniedersachsen und für den ländlichen Raum, so Weil. Allerdings sei das Land für die Zukunft gut gewappnet, da es etwa in demografischen Schlüsselfeldern wie Arbeitsmarkt, Bildung und Breitbandversorgung im Ländervergleich gut abschneide. Der Ministerpräsident warnte aber davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen.

Niedersächsische Demografiestrategie für Zukunftsmodelle

Laut demVorsitzenden des Zukunftsforums, Prof. Axel Priebs, sei es ein wesentlicher Teil der niedersächsischen Demografiestrategie, gemeinsam mit möglichst vielen Partnern Modelle für die Zukunft umzusetzen. Vor allem das Thema „Starke Städte und lebendige Dörfer in den ländlichen Räumen" eröffne die Möglichkeit, mit Blick auf die Kommunen das Potential des Zukunftsforums durch eine integrative Perspektive noch stärker zu nutzen.

In den Arbeitsgruppen sei deutlich geworden, wie facettenreich die Projekte zu den einzelnen Themen ausgestaltet seien, sagte Priebs. So reiche die Bandbreite von kleinen Dorfläden, die vor allem durch das bürgerschaftliche Engagement der Dorfbewohner getragen würden, bis hin zur Entwicklung einer onlinebasierten „Toolbox“, die ein Beispiel für innovative Wohnmodelle sei.

Außerdem hätten sich viele Projektvorschläge auf der Grundlage der Empfehlungen des Zukunftsforums zu den Themen Bildung und Mobilität weiterentwickelt, hob Priebs hervor. Dazu gehöre etwa der bewilligungsreife Aufbau eines ehrenamtlichen Fahrdienstes in der Gemeinde Geeste.

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