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Dorfentwicklungsprogramm

Dorfentwicklung: 19 neue Dorfregionen am Start

Pressedienst
am
12.04.2016

Hannover - Ländliche Räume nachhaltig entwickeln: Das ist das Ziel des Dorfentwicklungsprogrammes. Inklusive der neu aufgenommenen 19 Dorfregionen werden insgesamt 304 Dorfentwicklungsverfahren gefördert.

Die Rekordzahl von 19 neuen Dorfregionen sind in das erfolgreiche Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden. Das gab Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer gestern bekannt. Zusammen mit den neu aufgenommenen 19 Dorfregionen werden somit insgesamt 304 Dorfentwicklungsverfahren gefördert.

Die nun ermittelten Dorfregionen hatten sich zum Sommer 2015 erfolgreich um eine Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm bemüht.

116 Mio. Euro EU-Mittel am Start

„Diese umfassende Förderung ist nur möglich, da die rot-grüne Landesregierung im Programm „PFEIL 2014 bis 2020“ unter dem Dach des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) mit 116 Millionen Euro EU-Mittel einen vorher nie dagewesenen Finanzrahmen für die Dorfentwicklung zur Verfügung gestellt hat“, sagte der Minister.

Die Stärkung der ländlichen Räume bleibe ein „Schwerpunkt der Landespolitik in Niedersachsen“. Insbesondere die Dorfentwicklung mit ihren neuen Ansätzen der interkommunalen Zusammenarbeit aller Akteure vor Ort habe sich als überzeugendes Instrument bewährt. Meyer: „Sie kennzeichnet den niedersächsischen Weg zur nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume.“ 

Dorfentwicklung mit unterschiedlichen Strategien

Mit der Antragstellung erklären die Gemeinden, welchen Weg sie gehen wollen. Je nachdem, ob es sich um eine Region mit erkennbaren Wachstumspotenzialen, mit stagnierender Entwicklung oder mit erkennbar rückläufigen Tendenzen handelt, entscheiden sich die Gemeinden für eine Entwicklungs-, eine Stabilisierungs- oder eine Anpassungsstrategie.

Die Dorfentwicklung ist mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) ausgestattet. Hier stehen aus Bundes- und Landesmitteln allein im Jahr 2016 insgesamt 27,8 Millionen Euro für die Förderung öffentlicher und privater Vorhaben zur Verfügung.

Demografie im Blick

Mit dem Dorfentwicklungsprogramm haben wir die demografischen Veränderungen im Blick, die sich unmittelbar auf die Dörfer auswirken, vor allem auch auf die Dorfkerne“, erläuterte Niedersachsens Landwirtschaftsminister. „Denn uns liegt sehr daran, den drohenden schleichenden Verlust der dorftypischen Funktionsvielfalt zu verhindern“, so Meyer.

Mehr Leben in die Dorfkerne

Ein Schwerpunkt der Dorferneuerung werde deshalb künftig die Revitalisierung der Ortskerne sein. Als Beispiel nannte Meyer neue Nutzungsmöglichkeiten leer stehender Bausubstanz.

Die Innenentwicklung leiste auch einen Beitrag zur Verringerung der Siedlungsentwicklung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Meyer betonte: „All diese Instrumente tragen zur Weiterentwicklung der bisher bekannten Dorferneuerung hin zu einer sozio-ökonomischen Dorfentwicklung moderner Ausprägung mit den Schwerpunkten Innenentwicklung, Demografie und Klimaschutz bei.“

Eigene Entwicklungskompetenzen mobilisieren

Dabei werde wesentlich mehr auf die Mobilisierung der eigenen Entwicklungskompetenzen der Dörfer, auf die Werte und Stärken ländlicher Siedlungen wie Identität, Gemeinwesen, Solidarität, Eigenverantwortung, und Engagement gesetzt. Aber auch die Unterstützung notwendiger Investitionen werde man im Auge behalten.

Hier eine Übersicht über die neu in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommenen Dorfregionen: www.zile.niedersachsen.de

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