Login
Garten

Wie entsteht ein Maislabyrinth?

von , am
06.08.2014

Irrgärten im Mais erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Familie Burhorst aus Dinklage hat für die LAND & Forst dokumentiert, wie ihr Labyrinth entsteht.

Das Luftbild zeigt: es ist wirklich eine Schildkröte geworden. © Bussjan

Bereits zum achten Mal hat Familie Burhorst, die in Dinklage im Landkreis Vechta auf ihrem Bussjans Hof ein Hofcafé beitreibt, ein Maislabyrinth angelegt. Für die LAND & Forst hat Martina Burhorst die wichtigsten Schritte bis zum fertigen Irrgarten fotografiert. Und so geht‘s:

Schritt 1:
Mit der Idee für das Motiv geht alles los. Zusammen mit ihrer Schwester Anne hat sich Martina Burhorst überlegt, was in Frage kommen könnte. "Wir haben uns dann für eine Schildkröte entschieden, weil der Panzer mit seiner  ganz speziellen Zeichnung schöne Irrwege verspricht."

Auf Millimeterpapier werden zunächst die Abmessungen des Maisfeldes eingezeichnet und dann das Motiv selbst - in diesem Fall also die Schildkröte. Und zwar so, dass auch die Zuwegungen sowie Ein- und Ausgänge gut passen. Das ist die Grundlage dafür, um die Labyrinthwege ins  bereits angelegte Maisfeld einzuarbeiten.

Schritt 2:
Wenn der Mais 40 Zentimeter hoch ist, werden die Gänge für den Irrgarten angelegt. "Dafür brauchen wir immer einige Leute", so Martina Burhorst. "Wir messen alles genau aus, damit wir wissen, wo mein Mann mit dem Schmalspurtrecker den Mais wegfräsen muss." Dann stellt sich - genau der Zeichnung entsprechend - eine Person auf, eine nächste ein Stück weiter rechts oder links in Sichtweite und so weiter. "Nun beginnt mein Mann, die Verbindungsstrecken zwischen uns abzufahren. So arbeiten wir das Feld exakt Reihe für Reihe ab."

Nach und nach entsteht so das Motiv. "Es ist ganz schön schwierig, und spannend, später auf dem Luftbild zu sehen, ob wir es gut hin bekommen haben. Übrigens nehmen wir immer nur eine Reihe Mais weg, denn die Wege müssen schön eng sein, damit man auch ein richtiges Labyrinthgefühl hat." Dann muss der Mais nur noch wachsen...

Schritt 3:
Zum Schluss werden an verschiedenen Punkten Schilder in die Erde gesteckt, auf denen Fragen zu Landwirtschaft, Tieren und Pflanzen stehen. Ist die richtige Antwort gewählt, ergeben die Buchstaben für die jeweilige Antwort am Ende zusammen das gesuchte Lösungswort. Dieses Spiel bietet einen zusätzlichen Reiz, durch das Maislabyrinth zu streifen. "Das kommt bei unseren Café-Gästen sehr gut an. Meist vergnügen sich die Kinder im Irrgarten und die Erwachsenen können mal ganz in Ruhe Kaffee trinken und klönen."
Auch interessant