Login
Hof- und Dorfleben

Fahrbares Gewässerlabor gestartet

von , am
12.06.2013

Schulen, Naturschützer, Umweltaktivisten und naturverbundene Personen aufgepasst, das Aller-Mobil ist gestartet. Was der Verein Aktion Fischotterschutz vor allem Schulen damit bietet, erfahren Sie hier.

Zusammen mit den Kindern der Grundschule Fallersleben machten Mark Ehlers, Aktion Fischotterschutz, Prof. Beate Jessel, Präsidentin des BfN, und Günter Damme, Volkswagen AG, den Weg frei für das Aller-Mobil (v.l.). © Lange

Mit dem fahrbaren Gewässerlabor lädt der Verein Aktion Fischotterschutz vor allem Schulen zur intensiven Erforschung von Fließgewässern, deren Flora und ihrer Bedeutung ein. Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Günter Damme, Leiter Konzernforschung Umwelt (Volkswagen AG) und Mark Ehlers, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz, gaben vor wenigen Tagen bei Wolfsburg den Startschuss für den ersten Einsatz des Aller-Mobils.

"Umweltbildung ist ein wichtiger Baustein des Naturschutzes und das Aller-Mobil bietet hervorragende Möglichkeiten, Kindern und Jugendlichen die faszinierende Welt der Gewässerbewohner und die Bedeutung der Flüsse auf spannende Weise näherzubringen. Wir hoffen, dass mit dem Aller-Mobil viele Schulen motiviert werden, das eigene Gewässer vor der Haustür unter die Lupe zu nehmen", sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel. "Mit dem Einsatz ist eines der Projektziele des Aller-Projektes erfolgreich umgesetzt worden. Es ist wichtig, Kinder frühzeitig für die Natur und ihre Lebewesen zu interessieren", ergänzte Günter Damme "Leiter der Konzernforschung Umwelt" der VW AG.

Für unterschiedliche Klassenstufen wurden verschiedene, altersgerechte Programme von der Aktion Fischotterschutz ausgearbeitet, bei denen das spielerische Erleben und Erforschen der Natur im Vordergrund steht. Die Programme lassen sich sowohl in den Schulunterricht integrieren als auch als ergänzendes außerschulisches Bildungsangebot durchführen. Welche Lebewesen kommen in einem Fließgewässer vor? Wie stehen die Lebewesen und die Gewässerentwicklung miteinander in Verbindung? Wodurch wird die Lebensgemeinschaft bedroht und was kann zum Schutz getan werden? Um möglichst alle Fragen zu beantworten, hält das Aller-Mobil unterschiedlichste Materialien und Geräte, wie Watstiefel, Kescher und Mikroskope bereit.

Eine Besonderheit ist das extra angefertigte Lernspiel zur Gewässerdynamik. Hierbei können die Schüler beispielsweise erfahren, was passiert, wenn Bäche begradigt werden. Die Mitarbeiter der Aktion Fischotterschutz werden bis 2018 mit dem Aller-Mobil auf Anfrage in die Landkreise und Städte Verden, Heidekreis, Celle, Gifhorn, Wolfenbüttel, Peine, Bördekreis, Helmstedt, Wolfsburg und Braunschweig kommen. "Die Bildungsangebote sind kostenfrei", unterstrich Mark Ehlers, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz. Das gesamte Projekt dauert bis 2018 und wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie der Volkswagen AG gefördert.
 
Anmeldung und Infos unter: www.aller-projekt.de.
Auch interessant