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Bestandskontrolle

Feldhasenbestände in Niedersachsen weiter stabil

Hase-Feldhase
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
27.03.2018

Niedersachsens Feldhasen sind durchgezählt: Die Landesjägerschaft hat den jährlichen Bestandscheck beendet. Wie die Ergebnisse ausgefallen sind, lesen Sie hier.

Es steht nicht schlecht um die Feldhasen. Die Bestände sind stabil. Die Landesjägerschaft ist mit ihrer Zählung durch. Elf Hasen pro Quadratkilometer gibt es auf Niedersachsens Feldern und Wiesen.

Florian Rölfing, Sprecher der Landesjägerschaft (LJN), in Hannover betont: "Damit haben sich die Tiere trotz des wechselhaften Wetters im vergangenen Jahr behaupten können". Auch Räuber wie Fuchs und Marder hätten erheblichen Einfluss auf die Hasenpopulation. Daher sei eine intensive Bejagung der Fressfeinde wichtig, um die Hasen-Bestände zu stützen. 


 

Niedersachsens Hasendichte unterschiedlich

In den verschiedenen Regionen Niedersachsens gibt es erhebliche Unterschiede bei der Hasendichte:

  • Im Norden und Nordwesten, traditionellen Hasenhochburgen, sind Besätze von bis zu 75 Feldhasen pro Quadratkilometer keine Seltenheit.
  • In eher waldreichen Gebieten im Süden Niedersachsens sind die Zahlen dagegen deutlich geringer.  

Im Rahmen der Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE) werden seit mehr als 25 Jahren unter wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung Wildtierarten von Jägern in Niedersachsen erfasst.

Bundesweit 11 Feldhasen pro Quadratkilometer

Auch bundesweit sieht es nicht schlecht für die Feldhasen aus, wie der Deutsche Jagdverband (DJV) in Berlin mitteilte. "Rund 11 Feldhasen pro Quadratkilometer besiedeln im Schnitt Felder und Wiesen in Deutschland", sagte DJV-Sprecher Torsten Reinwald.

Die meisten Langohren wurden mit 17 pro Quadratkilometer im Nordwestdeutschen Tiefland gezählt. Besonders in der Wesermarsch, aber auch im Münsterland und am Niederrhein fühlen sich die Tiere wohl.

Was den kleinen Feldhasen gefährlich wird

 

Anders als Kaninchen leben Feldhasen nicht im Bau, sondern in Erdmulden, sogenannten Sassen. Darum sind sie den Unbilden des Wetters ausgesetzt. Eng in die Sasse geduckt, wartet der Hasen-Nachwuchs im Gras darauf, gesäugt zu werden.

Außer dem Wetter können ihm Fressfeinde gefährlich werden, dazu gehören etwa Füchse, Dachse und Wildschweine. Auch Mähmaschinen bedrohen das Leben der Kleinen, später kommen Nahrungsmangel, der Straßenverkehr und die Flinten der Jäger dazu.

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