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Forum Natur fordert neues Wolfsmanagement

Ein Wolf schaut sich um.
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
16.01.2019

Ein Wolfsmanagement mit begrenzten Beständen und wolfsfreien Zonen hat das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) gefordert.

In Niedersachsen gibt es aktuell 21 Wolfsrudel bei bis zu 200 Tieren. Mehr als 1.000 Wölfe gebe es nach Schätzungen des Deutschen Jagdverbandes (DJV) inzwischen bundesweit. Die im Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) zusammengeschlossenen Verbände der Grundeigentümer und Landnutzer forderten anlässlich der Agrarministerkonferenz in Berlin ein aktives Eingreifen in die Wolfsbestände.

In einem eigenen Managementkonzept erklärt das Bündnis, dass die einzelnen Bundesländer eine Obergrenze definieren sollen, die auch die Weidetierwirtschaft garantiert.

Areale in drei Kategorien einteilen

Die Initiatoren sprechen sich für drei Kategorien aus:

  1. So sollen sich die Wölfe in Schutzarealen wie großen Waldgebieten oder auf Truppenübungsplätzen unbeeinflusst entwickeln.
  2. In Managementarealen soll der Wolf grundsätzlich toleriert werden, seine Bestände sollen aber auf Basis der Akzeptanzgrenzen in den einzelnen Ländern reduziert werden.
  3. In Ausschlussarealen mit hohem Konfliktpotenzial sollen territoriale Rudel nicht geduldet werden. Dazu gehören etwa städtische Bereiche und Gebiete mit intensiver Weidetierhaltung.

Wölfe: Verdopplung innerhalb von drei Jahren

DJV-Sprecher Torsten Reinwald betonte, dass die Zahl der Wölfe jedes Jahr um etwa 30 Prozent wachse. "Eine Verdopplung innerhalb von drei Jahren ist realistisch. Damit nehmen die Konflikte weiter zu."

Mit Material von dpa, Niedersächsisches Umweltministerium

Länderübersicht: Das kostet der Wolf

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