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Garten

Frauenmantel

von , am
11.07.2013

Der Gewöhnliche Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) wächst in feuchten Wiesen und Weiden, an Weg- und Grabenrändern. Er ist an den markanten, fast kreisförmigen, gefächerten Blättern gut zu erkennen.

Frrauenmantel © Tubes
Diese sind namensgebend, denn auf mittelalterlichen Darstellungen trägt Maria meist einen Mantel, der ähnlich aussah wie die gefalteten jungen Blätter des Rosengewächses. Ab Mai erscheinen die kleinen, gelblich-grünen Doldenrispen der Blütenstände, die nach Honig duften.

Mancherorts wird das Kraut auch "Perlkraut" oder "Tränenschön" genannt. Bis weit in den Tag hinein können an den Blatträndern des Frauenmantels kleine Wassertröpfchen entdeckt werden, die wie Edelsteine in der Sonne funkeln. In den Winkeln der gezähnten Blattränder sitzen Wasserspalten, die über Nacht aktiv Wasser ausscheiden. Diesen Vorgang nennt man Guttation. Das Wasser sammelt sich häufig in der Mitte des Blattes. Als Lebenswasser sprach man ihm früher besondere Heil- und Schutzkräfte zu. Es soll sogar schön machen. Wer denn meint, es nötig zu haben, saugt die Tropfen mit einem Taschentuch auf und betupft damit das Gesicht!

Warum nicht den heimischen Frauenmantel in den Garten holen! Er wächst zwar nicht so üppig wie die zahlreichen Zierformen, aber er sieht genauso hübsch aus und man kann ihn in der Küche einsetzen.Gisela Tubes

Im Garten: Staudenbeet und Gehölzsäume
Lebensdauer: mehrjährig
Standort: sonnig bis halbschattig, feucht
Blütezeit: Mai bis September
Vermehrung: Samen und unterirdische Sprosse
Verwendung: Blätter und Blüten sind zum Verzehr geeignet
Besondere Naturbeobachtung: Wasserausscheidungen (Guttation)
Zu beachten: ausbreitungsfreudig
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