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Garten

Für ein schönes Grün

von , am
01.04.2014

Oft zeigt sich der Rasen im Garten jetzt nicht von seiner besten Seite: Maulwurfshaufen, Rasenfilz und Moose haben sich breit gemacht und die Gräser kümmern. Was ist zu tun? Hier ein paar Tipps.

© alinamd-Fotolia
Damit man sich an den grünen Flächen wieder freuen kann, wird der Rasen einer "Frühjahrskur" unterzogen. Die allererste Maßnahme ist, ihn mit einer Eisenharke anzurechen. So werden Laubreste, abgestorbene Grashalme und auch lockere Moospartien entfernt. Zugleich werden damit die Maulwurfs-und Regenwurmhaufen eingeebnet. Der Boden und die Gräser bekommen wieder mehr Luft und können erste wärmende Sonnenstrahlen nutzen.

Ist die Schicht aus nicht verrotteten Blättern, Halmen und Wurzeln zu einem dichteren, nicht mit einem Rechen zu entfernendem Rasenfilz entwickelt, gehört Vertikutieren zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen. Rasenfilz wirkt wie eine Sperrschicht, Wasser wird wie in einem Schwamm darin aufgesaugt und Nährstoffe und Luft gelangen nicht mehr an den Boden. Das schwächt die Gräser und macht sie anfällig gegenüber Krankheiten.

Mehr Unkraut durch zu tiefes Vertikutieren

Vertikutieren ist im Frühjahr empfehlenswerter als im Herbst, da sich die kahlen Stellen schneller wieder verwachsen. Die Geräte sind so einzustellen, dass der Boden gerade eben berührt wird. Die vertikal arbeitenden Messer durchschneiden die Grasnarbe dann nur oberirdisch, der Boden wird nur leicht angekratzt.

Häufig sieht man, dass zu tief vertikutiert wird, dies fördert die Vermehrung von Unkraut massiv. Mehr Licht und Luft lassen dann die im Boden vorhandenen Unkrautsamen besser keimen und können zu einem erneuten Problem werden. Nach dem Vertikutieren ist an den kahlen Stellen eine Nachsaat erforderlich.

Unkräuter sind im Rasen nicht gerne gesehen, einige lassen sich gut mechanisch entfernen. Durch Auflockern des Bodens mit einem schmalen Spaten oder einer Grabegabel können die rosettenbildenden Unkräuter wie Löwenzahn und Breitwegerich herausgedreht werden. Vorsicht, hierbei nicht mit dem Spaten die tiefreichende Wurzel des Löwenzahns durchtrennen, sondern sie vollständig herausziehen!

Rasenunkräuter, die Ausläufer bilden, lassen sich mechanisch schwieriger entfernen. Dazu zählen Weißklee, Ehrenpreis oder kriechender Hahnenfuß. Ein Vertikutieren auf Flächen mit diesen Kräuter ist nicht förderlich, denn das Zerkleinern der Ausläufer kann eine vermehrte Verbreitung begünstigen.

Sind die Rasenflächen groß und die unerwünschten Kräuter in hoher Anzahl vorhanden, ist über einen selektiven Herbizideinsatz nachzudenken. Bei der Auswahl kann man sich im Fachhandel beraten lassen.

Ein häufiges Problem im Rasen stellen die Moose dar. Günstige Bedingungen finden sie im Schatten unter Bäumen und von Gebäuden. Weiter sind es verdichtete Böden, schlechte Dränung und tiefer Schnitt, die das Mooswachstum  fördern. Um dies langfristig zu verhindern, ist es sinnvoll, grundsätzlich die  Wachstumsbedingungen für den Rasen zu verbessern.

Gute Versorgung mit Nährstoffen

Damit Gräser wachsen und sich optimal entwickeln können, brauchen sie eine bedarfsgerechte und ausreichende Nährstoffversorgung. Um einer Fehldüngung vorzubeugen, ist es ratsam, den Nährstoffgehalt des vorhandenen Bodens analysieren zu lassen.

Die Hauptnährstoffe, Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen, müssen den Rasengräser zur Verfügung stehen. Vom Stickstoff braucht der Rasen die höchsten Mengen. Er fördert das Blattwachstum und die Entwicklung der Wurzelmasse.
Eine Rasenfläche im Hausgarten sollte 20 bis 25 g/m² Stickstoff im Jahr auf drei bis fünf Gaben verteilt erhalten. Mit einer Startdüngung im März beginnend, gibt es die nächste Düngung im Mai, und weitere Düngetermine liegen im Juli und September. Eine kaliumbetonte Düngung im Oktober fördert die Winterhärte der Gräser. Auf dem Markt steht eine große Auswahl an Rasendünger mit Langzeitwirkung zur Verfügung, die den Bedürfnissen des Rasens gerecht werden. Lassen Sie sich  im Fachhandel beraten.
Regelmäßiger Schnitt fördert das Wachstum

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen für das ganze Jahr gehört ein regelmäßiger Schnitt. Er fördert das Wachstum der Gräser, erhält die Vitalität des Rasens und verdrängt die Rasenunkräuter. Der Schnitt kann bei guten Wachstumsbedingung im Frühjahr auch zweimal in der Woche erfolgen. Im Sommer sind die Zuwächse nicht so stark und der Mährhythmus stellt sich auf einmal die Woche ein.
Die Schnitthöhe ist abhängig vom Rasentyp. Einen Gebrauchsrasen belässt man bei einer Schnitthöhe von 5 cm, einen Zierrasen mit einem hohen Anteil an feinem Rotschwingel schneidet man auf 2 cm. Auch die Witterungsumstände spielen eine Rolle, bei trockenen Wetterphasen sollte die Schnitthöhe höher sein, um einer Austrocknung der Gräser vorzubeugen. Bei guter Pflege wird ein kräftiger, grüner und gesunder Rasen wieder Freude machen.  
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