Login
Garten

Gewöhnliche Knoblauchsrauke

von , am
16.04.2013

Wie der Name vermuten lässt, schmecken die Blätter der Knoblauchsrauke nach Knoblauch. Weder zum Knoblauch noch zum Bärlauch bestehen jedoch verwandtschaftliche Beziehungen.

Knoblauchrauke © Tubes

Die Würzkraft war nicht der einzige Grund, weshalb die Knoblauchsrauke im Mittelalter in den Gärten angebaut wurde. Auch ihre blutreinigende und antiseptische Heilwirkung wurde damals hoch geschätzt.

In der freien Natur ist die Pflanze auf nährstoffreichen Standorten im Halbschatten von Hecken und Gehölzen weit verbreitet. Dort, wo die Knoblauchsrauke wächst, kommt sie meist in großen Beständen vor. Je nach den Standortverhältnissen wird sie nur wenige Zentimeter oder bis zu einem Meter hoch. Aus der Grundrosette mit den nieren- bis herzförmigen, lang gestielten Blättern schießen Blütenstände mit weißen Blüten in die Höhe. Die an den Stängeln sitzenden Blätter erinnern an Brennnesselblätter.

Ein typisches Kennzeichen für die Familie der Kreuzblütler ist die kreuzförmige Stellung der vier Blütenblätter. Während die Blüten noch dicht gedrängt beieinander stehen, verlängert sich der Blütenstand bis zur Fruchtreife um ein Beträchtliches und lässt die schotenförmigen Früchte weit auseinander stehen.

Mancherorts ist die Knoblauchsrauke auch in den Astgabeln von Bäumen oder auf Kopfbäumen zu entdecken!

Im Garten: im Randbereich von Gehölzen
Lebensdauer: zwei- bis mehrjährig
Standort: halbschattig, nährstoffreich
Blütezeit: April bis Juni
Fruchtreife: Juni bis Juli
Vermehrung: Samen und unterirdische Sprosse
Bedeutung für die Tierwelt: Futterpflanze für zahlreiche Schmetterlingsarten
Verwendung: Blätter und Blüten sind zum Verzehr geeignet
Besondere Eigenschaft: Knoblauchgeschmack
Zu Beachten: sehr ausbreitungsfreudig
Auch interessant