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Garten

Gewöhnliche Nachtkerze

von , am
30.10.2013

Die Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis) stammt ursprünglich aus Amerika. Im 17. Jahrhundert wurde sie bei uns eingeschleppt und ist heute auf Bahndämmen, Brach- und Schuttflächen zu finden.

Gewöhnliche Nachtkerze © Tubes
Im ersten Jahr entwickelt das zweijährige Nachtkerzengewächs eine Blattrosette, aus der im zweiten Jahr ein bis über 1,50 m hoher Blütenstand mit leuchtend gelben Blüten sprießt.
 
Wie der Name andeutet, leuchten die Blüten in der Nacht wie Kerzen. Sie öffnen sich kurz vor der Dämmerung innerhalb von nur wenigen Minuten und verströmen einen vanilleartigen Duft.

Das großartige Erlebnis sollte man sich in den eigenen Garten holen! Von Juni bis August ist das sinnliche Schauspiel Abend für Abend mit immer neuen Blüten zu beobachten. Hohle Hände, die sich wärmend um eine Blütenknospe legen, können den Vorgang der Blütenöffnung noch beschleunigen. Hat man ganz viel Glück, begegnet einem dabei die Raupe des Nachtkerzenschwärmers, einem Nachtfalter, der sich dieser Pflanze als Futterpflanze bedient.

Nachtkerzensamen enthalten hochwertige Gamma-Linolensäure. Die entzündungshemmende Wirkung dieses Inhaltsstoffes wird heute in der Behandlung von Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Neurodermitis, eingesetzt.

Lebensdauer: zweijährig
Standort: sonnig/trocken/ sandig oder kiesig/stickstoffarm bis mäßig nährstoffreich
Blütezeit: Juni bis August
Vermehrung: Samen
Aussaat im zeitigen Frühjahr führt schon im 1. Entwicklungsjahr zur Blüte
Bedeutung für die Tierwelt: Futterpflanze des Nachtkerzenschwärmers
Verwendung: die Blüten eignen sich als essbare Dekoration
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