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Garten

Gewöhnliche Waldrebe

von , am
24.01.2014

Einmal wie Tarzan von Liane zu Liane springen - im eigenen Garten? Theoretisch ist das möglich. Die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) ist tatsächlich eine echte Liane.

Waldrebe © Tubes
Sie wurzelt im Boden und klettert an anderen Gehölzen wie Sträuchern und Bäumen bis zu 10 m empor (griech. klema = Ranke).

Auf diese Art und Weise bringen Kletterpflanzen ihr Laub auf dem kürzesten Weg vom schattigen Erdboden empor an das Sonnenlicht, ohne selber kräftige, tragende Stämme auszubilden. Raffinierte Natur!

Zum Klettern bedient sich die Waldrebe ihrer Blattstiele. Diese umwinden die Äste der Wirtspflanze oder ein Klettergerüst, verholzen und verbleiben nach dem Welken der Blätter als Rankhilfe stehen. Solche Pflanzen nennt man „Blattstielkletterer“. Lianen sind keine Schmarotzer, das heißt, sie entziehen den Wirtspflanzen keine Nährstoffe. Trotzdem können sie diesen durch Beschattung, Abwürgen und durch ihr Eigengewicht schaden.
Ab Juni entwickelt das Hahnenfußgewächs hübsche Blüten mit zahlreichen Staubblättern, die wie kleine Pinsel aussehen (Pinselblumen). Nach der Bestäubung strecken sich die Griffel und wachsen zu weißen, abstehend behaarten Flugorganen aus. Die Früchte sind erst im Winter voll ausgereift. Wie in Wattebällchen gehüllt sehen die von der Waldrebe umwucherten Gehölze aus.

Lebensdauer: mehrjährig
Standort: etwas feucht/nährstoffreich
Blütezeit: Juni bis August
Fruchtzeit: dekorativer "Wintersteher"
Vermehrung: Samen
Bedeutung für die Tierwelt: Bienenfutterpflanze
Zu beachten: können Wirtspflanzen schaden
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