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Garten

Gewöhnlicher Schneeball

von , am
05.02.2015

Der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus) wird auch Wasser-Schneeball genannt, da der Strauch bevorzugt auf frischen bis feuchten Böden wächst. Er ist in Auwäldern und -gebüschen, in Hecken, an Wald- und Bachrändern zu finden.

Gewöhnlicher Schneeball © Tubes

Das Geißblattgewächs mit den drei- bis fünflappigen Blättern blüht im Frühsommer mit auffälligen, duftenden Trugdolden. Sie sehen den Blütenständen des Holunders ähnlich, weisen aber am äußeren Rand größere Blüten auf. Diese sind unfruchtbar und dienen lediglich dazu, unzählige Insekten anzulocken. Falter sind jedoch nicht darunter.

Im Herbst fällt der Strauch durch sein orangerotes Laub und die knallroten Früchte auf. Der Gewöhnliche Schneeball ist ein „Wintersteher“, das heißt, er behält die Früchte lange am Strauch. Das sieht dekorativ aus und bietet vielen Vogelarten Nahrung im Winter. Drosseln verschmähen allerdings die Früchte. Da der Strauch auch Nist- und Versteckmöglichkeiten für zahlreiche Vögel bietet, ist er ein gutes  ganzjährigs Vogelschutzgehölz.  
Die Zweige des Schneeballs sind sehr flexibel und biegsam und eignen sich zum Flechten. So findet Schnittgut in der herbstlichen Bastelstube Verwendung.

Im Garten: Solitär- und Heckengehölz
Standort: frische bis feuchte Böden/nährstoffreich
Blütezeit: Mai bis Juni
Fruchtreife: ab August
Vermehrung: Samen
Bedeutung für die Tierwelt:
Steinfrüchte als Winterfutter
Besonderheit: anspruchslos/
gute Schnittfestigkeit  
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