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Garten

Gewöhnliches Leinkraut

von , am
04.12.2013

Eine hübsche Pflanze - das Gewöhnliche Leinkraut (Linaria vulgaris)! Doch so gewöhnlich wie der Name klingt, ist die Pflanze gar nicht, denn sie ist nur an besonderen Standorten zu finden.

Leinkraut © Tubes
Sie hat es gern warm und wächst daher bevorzugt an Mauern und auf steinigen, humusarme Standorten. Das können Bahndämme und Schuttplätze sein, aber auch der Steingarten oder der Mauerfuß im Garten. Steine heizen sich schnell auf und geben die Wärme langsam wieder ab.

Das Leinkraut gehört zur Familie der Rachenblütler und ist nicht, wie der Name vermuten lässt, mit dem Lein (Flachs) verwandt. Es weist lediglich einen ähnlichen Wuchs und ähnliche Blätter auf.

Innerhalb der Pflanzenfamilie der Rachenblütler gibt es mehrere Arten mit gespornten Blüten. Beim Leinkraut ist dieser sehr deutlich ausgebildet. Die Unterlippe der 2-lippigen Blüte ist orangefarben und mit Härchen besetzt. Fest presst sie sich an die Oberlippe, lässt also nicht jedes Insekt einfach so an den tief im Sporn liegenden Nektar heran. Nur mit Kraft vermögen größere Insekten wie Hummeln, Bienen oder Schmetterlinge an die begehrte Speise zu gelangen (Kraftblume).

Nicht nur Baumwollstoffe wurden früher mit den Blüten des Leinkrautes gefärbt, sie dienten auch dem Aufhellen von Frauenhaar (Frauenflachs).
Lebensdauer: mehrjährig
Blütezeit: Juni bis Oktober
Vermehrung: Samen und Ausläufer
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