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Gesundheit & Ernährung

Heilen mit Honig

von , am
17.07.2013

Gelée royal, Propolis oder Blütenpollen - Wie können diese und andere Bienenprodukte unsere Gesundheit fördern? Imker Rolf Krebber klärt über ihre heilende Wirkung auf.

Rolf Krebber ist Imker und Experte für die Apitherapie.
Die alte Weisheit über die Heilkunst der Bienen möchte Rolf Krebber, Imker aus Meppen, wieder ans Licht bringen. Mit Vorträgen und Seminaren klärt er seit acht Jahren über verschiedene Behandlungen mit Bienenprodukten auf, die sogenannte Apitherapie. Apis heißt lateinisch Biene. "Die Apitherapie ist in Norddeutschland weit weniger beachtet als in Süddeutschland", bedauert der gebürtige Rheinländer, der seit knapp einem Jahr im Emsland wohnt. "Diesen weißen Fleck auf der Landkarte" möchte er durch Aufklärung über die positiven Wirkungen von Bienenprodukten einfärben. "Denn ihre heilende Wirkung ist wissenschaftlich anerkannt", verweist der 55-Jährige auf weltweite Studien.

Natürliches Antibiotikum

Bei leichten Beschwerden gehört der Tee mit Honig und Spitzwegerich zu den bekannten Hausmitteln gegen Erkältung. "Weniger gängig, aber sehr effektiv, ist auch das Einatmen von Dampf aus Bienenkittharz", sagt Krebber. "Es gibt dafür ein spezielles Gerät, den Propolisverdampfer, einfach über Nacht aufs Nachtschränkchen stellen."

Als Beispiel für schwere Krankheiten, bei denen die Apitherapie effektiv hilft, nennt Krebber den Krebs. Der 55-Jährige ist überzeugt, dass die Behandlung mit Bienenprodukten als Begleittherapie zur Chemotherapie positiv wirkt.

Mischhonig, der mit anderen Bienenprodukten wie dem Kittharz Propolis und dem hochwertigen Futtersaft der Bienen namens Gelée royal versetzt ist, stärkt das Immunsystem in der Zeit der Krebsbehandlung und trägt so zum Wohlbefinden des Patienten bei, weiß Krebber.

Wer unter Heuschnupfen leidet, könne sich mit dem Naschen von Wabenhonig Erleichterung verschaffen. Krebbers Rat: Ab Ende Dezember drei Wochen lang von einer Wabe täglich einen Löffel voll herausschaben und essen. "Das wirkt ähnlich wie die Desensibilisierung beim Allergologen."

Die Liste der positiven Wirkungen von Bienenprodukten ist schier endlos: Sie helfen bei Infekten, Entzündungen, Wunden, Pilzen, Stoffwechselproblemen, chronischen Schmerzen, Mattheit, innerer Unruhe und Depressionen. Die Wirkstoffe entziehen dem menschlichen Körper Schadstoffe, hemmen die Bildung von Tumorzellen und wirken als natürliches Antibiotikum. Die Apitherapie als Naturheilmethode von internationalem Rang kommt in fast allen medizinischen Disziplinen zur Vorbeugung und als Heilsmittel zum Einsatz.

Kur mit Blütenpollen

Ein nahezu vollkommenes Nahrungsmittel sind getrocknete Blütenpollen, schwärmt Krebber. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe bieten dem menschlichen Körper nahezu alles, was er zum Gesundbleiben baucht und sie können Krankheiten vorbeugen. Eine mehrwöchige Kur mit getrockneten Pollen kann Mangelerscheinungen beseitigen, die durch falsche Ernährung oder Krankheiten entstanden sind. "Die Supernahrung Blütenpollen gibt es nur direkt beim Imker."

Bei all diesen positiven Eigenschaften sind Bienenprodukte keine Wundermittel, betont Krebber. Sie wirken nicht bei jedem immer und sofort, sondern sanft, mit der Zeit und bei jedem etwas anders. Es gibt keine allgemeingültigen Rezepturen. Jeder Einzelne sollte die Behandlung mit Bienenprodukten selbst ausprobieren, ihre Verträglichkeit testen, auf seinen Körper hören.

Kostenlose Beratung

Immer sollte ein Arzt oder Heilpraktiker die Apitherapie begleiten, insbesondere bei schweren Krankheiten. Rolf Krebber bietet Interessierten eine kostenlose Beratung an und nennt weiterführende Literatur und Internetseiten.  Auf Wunsch kommt er gerne zu Vorträgen in Gruppen und Vereinen und bietet "Honey-Moon-Abende" mit Infos rund um Honig und Apitherapie in Privathäusern oder bei sich zu Hause an.

Kontakt: Rolf Krebber, Tel. 05931-8458185 oder per E-Mail: rolf.krebber@gmx.de.
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